Sichere Bank für den Vermögensaufbau – Teil 1

Über viele Jahre hinweg legten deutsche Mittelständler fast jeden Cent ihrer Erträge im eigenen Unternehmen an. Das ist vorbei. In Zeiten dauerhafter Niedrigzinsen, politischer Risiken und wirtschaftlicher Herausforderungen hat sich das Investitionsverhalten verändert. Wie das Unternehmervermögen heute angelegt wird.

 Abkehr von klassischen Rentenfonds

„In der Tat zeigen sich das Bedürfnis nach mehr Rendite und eine gestiegene Risikobereitschaft auch in der Art der Fonds, in die deutsche Mittelständler investieren oder künftig investieren möchten“, erläutert Wittberg. Besonders deutlich ist hier die Abkehr von klassischen Rentenfonds. Legten 2016 noch 18 Prozent der Studienteilnehmer in solche Portfolios an, so waren es Mitte 2017 mit neun Prozent nur noch halb so viele. Auch Garantiefonds, gemischte Fonds und Geldmarktfonds verloren gegenüber dem Vorjahr. Stabil blieben Anlagen in Aktien- und in alternative Investmentfonds (AIFs).

Diese oftmals auch als „geschlossene Fonds“ bezeichneten Vehikel fallen nicht unter die europäische Richtlinie über „Organismen für gemeinsame Anlagen auf Wertpapiere“ (OGAW). Die Anlageklassen, in die sie investieren dürfen, sind daher sehr viel breiter gefächert als bei den streng regulierten OGAW-Fonds. Klassische Sachwerte wie Immobilen, Schiffe, Flugzeuge oder Private-Equity-Beteiligungen an Unternehmen zählen zu den Assets, in die AIFs das Geld ihrer Investoren anlegen. Auch Projekte im Bereich der regenerativen Energien wie Wind- oder Solarparks werden über Kapital aus alternativen Investmentfonds finanziert. Zehn Prozent der befragten Unternehmer waren Mitte 2017 in alternative Vehikel investiert – im Vergleich zu nur drei Prozent zwei Jahre zuvor.

Lesen Sie morgen den zweiten Teil der Titelgeschichte aus dem aktuellen Heft.

 

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