„Wir befinden uns im Jahr der Transformation“

Nach Einschnitten will CEO Alexander Wirth das Modelabel Bogner wieder auf Wachstum trimmen, die Marke auffrischen und Erlebniswelten schaffen. Dass er die Struktur im Unternehmen noch mal anpasst, kann er nicht ausschließen.

Vielen mittelständisch geprägten Modeunternehmen in Deutschland geht es schlecht. Was läuft schief in der Industrie?

Einige Unternehmen, die in die Krise gekommen sind, wussten nicht mehr, wofür ihre Marke steht. Unsere Ausrichtung ist klar: Wir wollen uns als Marktführer für Sport Fashion als Premium- und Luxusanbieter etablieren. Im Sport legen wir weiter einen großen Fokus auf das Skisegment. Auch das Segment Golf- und Tennismode werden wir ausbauen.

Der Trend geht zum Online-Shopping. Wie stark ist dieser Bereich bei Ihnen?

Der Umsatzanteil liegt momentan bei 15 Prozent. Hier fokussieren wir uns auf „Storytelling“, auch über Testimonials wie Felix Neureuther und Bernhard Langer. Über unser Netzwerk und die Vergangenheit des Unternehmens können wir viele Geschichten über die sozialen Medien erzählen. Im Digitalbereich sehen wir großes Umsatzwachstum.

Und wie finanzieren Sie künftige Investitionen? Schließlich befinden Sie sich ja immer noch in der Transformationsphase.

Wir haben genügend Eigenkapital und ein vertrauensvolles Verhältnis zu unseren Hausbanken. Wir werden Bogner gemeinsam als Team auf den Wachstumspfad zurückführen.


Zur Person:

Alexander Wirth_Credit by Karl Kramer (2)Seit 2016 ist Alexander Wirth für das operative Geschäft von Bogner verantwortlich. Im September des Jahres wurde er dann CEO – der erste Nichteigentümer, der das Unternehmen leitet. Nach der Phase der Restrukturierung will er Bogner wieder auf Wachstumskurs bringen. Das 1932 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. Nach einem gescheiterten Verkaufsprozess ist Willy Bogner Eigentümer des Unternehmens geblieben.
www.bogner.de