Mittelstand im Aufwind: Starker Anstieg im August

Foto: © Miha Creative_AdobeStock
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Die Förderbank KfW und das ifo Institut haben die Ergebnisse des aktuellen Mittelstandsbarometers für den Berichtsmonat August vorgelegt. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Betriebe klettert um 4,5 Zähler auf einen Stand von -12,5 Punkten. Dies markiert den vierten monatlichen Anstieg der mittelständischen Stimmungslage in direkter Reihenfolge. Nach Angaben der KfW verbessern sich dabei zeitgleich die beiden relevanten Teilkomponenten des Barometers. Die aktuelle Lagebeurteilung der Unternehmen gewinnt 2,3 Zähler und landet bei -15,2 Punkten. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate steigen deutlich um 6,7 Zähler auf -10,1 Punkte. Für Großunternehmen wächst das Geschäftsklima um 4,9 Zähler auf den identischen Wert von -12,5 Punkten. Der Lageindex der Großfirmen springt massiv um 10,1 Zähler nach oben auf -12,6 Punkte. Deren Geschäftserwartungen verharren dagegen unverändert auf dem Niveau von -12,8 Zählern. Autor Dr. Sebastian Wanke ordnet die Zahlen im aktuellen Bericht ein.

Industrie und Großhandel treiben den Aufwärtstrend

Das Verarbeitende Gewerbe und der Großhandel führen den Stimmungszuwachs der Gesamtwirtschaft an. Im industriellen Mittelstand verbessert sich das Klima spürbar um 7,1 Zähler auf -10,1 Punkte. Der Großhandel verbucht einen Zuwachs von 5,5 Zählern auf einen Stand von -13,6 Punkten. Beide Wirtschaftsbereiche profitieren dabei in hohem Maße von ihrer internationalen Ausrichtung. Das Bauhauptgewerbe verzeichnet ebenfalls einen Zuwachs und gewinnt 4,6 Zähler auf -9,1 Punkte. Der Dienstleistungssektor registriert ein Plus von 2,6 Zählern auf nunmehr -13,5 Punkte. Im Einzelhandel stagniert die Stimmung hingegen weitgehend und verzeichnet lediglich ein minimales Plus von 0,2 Punkten. Anhaltend hohe Benzinpreise belasten dort die Stimmung.

Digitalisierung sorgt für Dynamik

Besonders markant fällt die Erholung der Exporterwartungen im industriellen Sektor aus. Der entsprechende Index für den Mittelstand steigt um 8,2 Zähler auf -1,7 Punkte. Bei den Großunternehmen klettert der Exportwert um 21,4 Zähler auf +8,6 Punkte. Der Wert überschreitet damit klar den langfristigen Mittelwert der Skala. Laut dem ifo Institut verzeichnen die deutschen Warenausfuhren in die Europäische Union spürbare Zuwächse. Besonderer Optimismus herrscht bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Der weltweite Boom bei Ausrüstungen für Künstliche Intelligenz zeigt spürbare Auswirkungen auf den Standort. Auch die deutsche Automobilindustrie und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen blicken merklich zuversichtlicher auf das Exportgeschäft.

Die Beschäftigungserwartungen im Mittelstand legen um 2,5 Zähler zu und erreichen -5,2 Punkte. Bei den Großunternehmen steigt dieser Indikator um 4,7 Zähler auf einen Stand von -10,6 Punkten. Die Absatzerwartungen bei den Preisen sinken im Mittelstand leicht um 0,4 Zähler auf 7,1 Punkte. Die Erhebung stützt sich auf die monatliche Befragung von monatlich rund 9.500 Unternehmen in Deutschland. Rund 8.000 dieser befragten Einheiten stammen aus dem mittelständischen Unternehmensbereich. Als mittelständisch gelten Firmen mit maximal 500 Beschäftigten und höchstens 50 Mio. EUR Jahresumsatz. Für den Einzelhandel gilt eine Umsatzgrenze von 12,5 Mio. EUR. Im Bauhauptgewerbe liegt die Grenze bei maximal 200 Beschäftigten, im Dienstleistungsbereich bei 25 Mio. EUR

Autorenprofil

Als Redakteur der Unternehmeredition berichtet Alexander Görbing regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Restrukturierungen, Insolvenzen, M&A-Prozesse, Finanzierungen und Unternehmensnachfolgen.

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