Speichermarkt: Alpiq kauft Energie-Projekt von Eco Stor

Energiespeicherlösungen
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Das Schweizer Energieunternehmen Alpiq übernimmt die Projektgesellschaft Eco Power One GmbH vom Speicherentwickler Eco Stor GmbH. Mit dem Zukauf erwirbt der Energiekonzern zugleich den Batteriespeicher Bollingstedt. Über die genaue Höhe des Kaufpreises vereinbarten die beteiligten Unternehmen Stillschweigen. Die technische und operative Betriebsführung der Anlage verbleibt weiterhin bei Eco Stor. Die Transaktion baut auf einer bestehenden Zusammenarbeit beider Konzerne auf. Ende 2025 hatten beide Unternehmen eine Kooperation über einen Tolling-Vertrag für den Batteriespeicher Schuby geschlossen. Mit dem Erwerb von Bollingstedt vertiefen die Partner ihre geschäftliche Zusammenarbeit. Die Schweizer Gruppe beschäftigt rund 1.400 Mitarbeitende mit Hauptsitz in Lausanne. Sie agiert europaweit als Stromproduzentin sowie als Energiedienstleisterin. Zudem gehört sie zu den großen Direktvermarktern von erneuerbaren Energien in Deutschland. Ihr Vertriebsteam unterstützt Geschäftskunden mit nachhaltigem Energiemanagement sowie mit Energielösungen und Dienstleistungen.

Innovative Netzintegration

Nach Angaben von Eco Stor ging der Großspeicher in Bollingstedt im Juni 2025 in Betrieb. Gemeinsam mit dem Netzbetreiber SH Netz entstand eines der ersten Flexible Connection Agreements für Batteriespeicher in Deutschland. Zudem schuf das deutsch-norwegische Unternehmen ein öffentlich zugängliches Betriebsdashboard. Dieses Portal stellt zentrale Betriebsdaten der Großspeicheranlage transparent bereit. Das Unternehmen aus Kirchheim bei München deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung bis zur Realisierung und Betriebsführung ab. Mithilfe von Batteriespeichern wird grüne Energie berechenbarer. „Mit Bollingstedt investiert Alpiq in ein Projekt, das neue Maßstäbe gesetzt hat“, sagt Jörn Rohland, CFO von Eco Stor. Er ergänzt: „Dass sich ein internationales Energieunternehmen für diesen Batteriespeicher entscheidet, bestätigt unseren Ansatz.“

Kriterien für den modernen Speichermarkt

Laut Eco Stor werden Batteriespeicher heute verstärkt nach belastbaren Betriebs- und Vermarktungskonzepten bewertet. Entscheidend ist die intelligente Einbindung in das Stromsystem. Dabei müssen wirtschaftliche und netzdienliche Anforderungen miteinander verbunden werden. „Bollingstedt zeigt, dass Planbarkeit und Netzdienlichkeit keine Gegensätze sind“, erklärt Rohland. Das Flexible Connection Agreement schaffe einen verlässlichen Rahmen für den Betrieb. Innovative Lösungen seien zugleich wirtschaftlich tragfähig. Die Verantwortung für den sicheren und netzdienlichen Betrieb verbleibt beim Entwickler. Gewonnene Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Entwicklung weiterer Großspeicher ein.

„Unser Ziel ist es, den Speicherhochlauf in Deutschland zu beschleunigen“, setzt Rohland fort. Jede realisierte Anlage schaffe Vertrauen am Markt. Zudem mobilisiere jede Transaktion neues Kapital für Folgeprojekte. So entstehe eine Infrastruktur für ein sicheres, resilientes und klimaneutrales Energiesystem. Hinter dem Entwickler stehen der Projektierer X-Elio sowie die Beteiligungsgesellschaft Nature Infrastructure Capital. Bei der Transaktion beriet die Bank Société Générale als Financial Advisor. Die rechtliche Beratung übernahm die Kanzlei CMS.

Autorenprofil

Als Redakteur der Unternehmeredition berichtet Alexander Görbing regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Restrukturierungen, Insolvenzen, M&A-Prozesse, Finanzierungen und Unternehmensnachfolgen.

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