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Die PFISTERER Holding SE (ISIN: DE000PFSE212) hat am 19. August 2026 starke Geschäftszahlen vorgelegt. Der Zulieferer für Energietechnik-Konzerne setzt damit seinen Wachstumskurs im Zuge des globalen Netzausbaus fort. Das Unternehmen profitiert von der globalen Energiewende.
Von Gian Hessami
Pfisterer hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um rund 20 % auf 256,7 Mio. EUR gesteigert. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um rund 33 % auf 52,4 Mio. EUR zu. Die EBITDA-Marge kletterte von 18,5 auf 20,4 %. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 38,3 Mio. EUR hängen – rund 76 % mehr als im Vorjahr. Möglicherweise hatten Investoren noch bessere Ergebnisse erwartet. Die Aktie (WKN: PFSE21) gab nach Verkündung der Zahlen bis zum Nachmittag um 9 % auf rund 71 EUR nach.

„Besonders Europa entwickelte sich stark und leistete den größten Beitrag zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Gleichzeitig treiben wir zentrale Wachstumsinitiativen konsequent voran“, sagte Johannes Linden, Mitglied und Sprecher des Vorstands der PFISTERER Holding SE. Und weiter: „Wir erweitern Kapazitäten, investieren in Technologie und stärken unsere internationale Aufstellung.“ Damit setze man das Marktpotenzial des Unternehmens „zunehmend sichtbar in operative Fortschritte um“.
Über Pfisterer
Das in Winterbach bei Stuttgart beheimatete Familienunternehmen stellt Bauteile und Systeme für Stromnetze und andere Wege der Energieübertragung her. So entwickeln, produzieren und vertreiben die Schwaben Lösungen für das Isolieren und Verbinden elektrischer Leiter für die Schnittstelle in Stromnetzen. Dazu gehören Komponenten wie Isolatoren, Transformatoren und Anschlusssysteme für moderne Netze. Kurzum: Pfisterer bietet Lösungen von der Erzeugung und der Übertragung bis zur Verteilung elektrischer Energie – zu Land, zu Wasser und in der Luft.
Auftragseingang leicht gesunken
Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr bei 263 Mio. EUR, nach 290 Mio. EUR im starken Vorjahreszeitraum. „Nach den sehr hohen Auftragseingängen der vergangenen Perioden zeigt sich eine erwartete Normalisierung“, teilte das Unternehmen mit. Den größten Beitrag zum operativen Gewinn (EBITDA) leisteten im laufenden Jahr laut Pfisterer die Produktsegmente HVA (High Voltage Cable Accessories – übersetzt: Hochspannungs-Kabelzubehör) und OHL (Overhead Lines – Freileitungen).

Fazit
Operativ läuft es bei Pfisterer. Mit seinem Geschäftsmodell agiert das Unternehmen am Puls der Zeit. Besonders am europäischen Markt sind die Schwaben mit größeren Energieinfrastruktur-Projekten gut positioniert. Das Unternehmen ist Mitte Mai 2025 an die Börse gegangen. Der erste Kurs lautete damals 30 EUR. Dann ging es steil nach oben, in der Spitze bis auf 113 EUR. Heute notiert das Papier wieder bei rund 70 EUR. Damit ist Pfisterer an der Börse derzeit rund 1,4 Mrd. EUR wert. Die Börsenstory dürfte aufgrund der hervorragenden Positionierung noch lange nicht auserzählt sein. Viele Investoren dürften nun ausreichend Gewinne mitgenommen haben. In der Region um 70 EUR zeichnet sich charttechnisch eine starke Unterstützung ab. Für Anleger, die bei der ersten Rallye nicht dabei waren, könnte sich nach rund 40 % Kurskorrektur nun eine zweite Einstiegsgelegenheit ergeben. Auch das mittlere Kursziel der Analysten (109 EUR) scheint diese Einschätzung zu bestätigen.







