Die Pfisterer Holding SE baut ihre Produktionskapazitäten in Nordamerika aus. Das Technologieunternehmen aus Winterbach bei Stuttgart investiere rund 2,7 Mio. USD in seinen Standort Rochester im US-Bundesstaat New York, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Mit drei zusätzlichen Drehanlagen, neuen Werkzeugen und weiterer Produktionsausstattung soll die Fertigungskapazität für SICON-Komponenten auf das Zweieinhalbfache steigen.
Rechenzentren treiben Nachfrage
Mehr als die Hälfte des weltweiten Absatzes des SICON-Systems entfällt nach Unternehmensangaben auf die USA. Die Komponenten für elektrische und mechanische Kabelverbindungen werden unter anderem beim Ausbau der Strominfrastruktur und für die Energieversorgung von Rechenzentren eingesetzt. Die steigende Zahl von Rechenzentren in den USA sorgt laut Pfisterer für zusätzliche Nachfrage.
Mehr Produktion vor Ort
Mit dem Ausbau setzt das Unternehmen zugleich verstärkt auf lokale Fertigung. Produkte für den amerikanischen Markt sollen künftig häufiger direkt in den USA hergestellt statt aus Deutschland importiert werden. Pfisterer verspricht sich davon kürzere Lieferwege, mehr Flexibilität und eine höhere Versorgungssicherheit.

„Wir fertigen dort, wo unsere Produkte benötigt werden, stärken damit unsere lokale Präsenz und können unsere Kunden schneller und flexibler beliefern“, sagt Johannes Linden, Sprecher des Vorstands der Pfisterer Holding SE.
Pfisterer entwickelt Verbindungslösungen für Energieinfrastrukturen und ist mit 19 Standorten in 15 Ländern vertreten.
Aktie deutlich über Ausgabepreis
Pfisterer ist seit Mai 2025 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Aktie bewegte sich zuletzt um die Marke von 72 EUR und liegt damit weiterhin deutlich über der Preisspanne von 25 bis 29 EUR, die für den Börsengang festgelegt worden war. Im Mai 2026 hatte das Papier zeitweise Kurse von mehr als 110 EUR erreicht. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt aktuell bei rund 1,3 Mrd. EUR.







