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Für viele Beschäftigte bleibt das Büro trotz hybrider Arbeitsmodelle der wichtigste Arbeitsort. Allerdings sehen zahlreiche Arbeitnehmer Defizite bei den Bedingungen für konzentriertes Arbeiten. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage hervor, die im Auftrag des Workspace-Anbieters Satellite Office durchgeführt wurde. Demnach geben 38% der befragten Büro-Beschäftigten an, dass ihnen regelmäßig eine geeignete Arbeitsumgebung für fokussierte Aufgaben fehlt. Mehr als jeder Vierte schafft zudem weniger als eine Stunde ungestörtes Arbeiten am Stück.
Arbeitsumgebung wichtiger als Anwesenheit
Laut der Studie arbeiten 37 % der Büro-Beschäftigten ausschließlich im Büro, weitere 53% nutzen hybride Arbeitsmodelle. Damit bleibt der Arbeitsplatz vor Ort für die Mehrheit von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig berichten knapp ein Drittel der Befragten, häufig oder sehr häufig bei der Arbeit gestört zu werden, weitere 39% erleben dies zumindest gelegentlich.
Als häufigste Ursachen für Unterbrechungen nennen die Teilnehmer Telefonate und Videokonferenzen (34%), Gespräche anderer Personen (33%), spontane Unterbrechungen (28%) sowie einen hohen Geräuschpegel (23%). Digitale Benachrichtigungen oder Chats spielen mit 15% dagegen eine vergleichsweise geringere Rolle.
Großraumbüros werden kritisch bewertet
75% der Befragten sind der Ansicht, dass Großraumbüros mit sieben oder mehr Arbeitsplätzen konzentriertes und produktives Arbeiten erschweren. Mit zunehmendem Alter fällt diese Einschätzung deutlicher aus. Während 35% der 25- bis 34-Jährigen dieser Aussage vollständig zustimmen, steigt der Anteil bei den 45- bis 54-Jährigen auf 58%.
Zugleich wünschen sich 84% der Befragten mehr Ruhe am Arbeitsplatz. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Beschäftigte Bürokonzepte bevorzugen, die sowohl Kommunikation als auch Rückzugsmöglichkeiten für konzentrierte Tätigkeiten ermöglichen.
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Frauen berichten häufiger von Störungen im Arbeitsalltag als Männer. So geben 36% der Frauen an, häufig oder sehr häufig unterbrochen zu werden, gegenüber 27% der Männer. Auch die Ablehnung von Großraumbüros fällt unter Frauen stärker aus: 81% sehen darin ein Hindernis für produktives Arbeiten, bei den Männern sind es 71%. Zudem erreicht fast ein Drittel der Frauen keine Stunde ungestörter Arbeitszeit am Stück.
Regional zeigt sich insgesamt ein weitgehend einheitliches Bild. Die Zustimmung zur Aussage, dass Großraumbüros produktives Arbeiten erschweren, liegt in den meisten Bundesländern zwischen 74% und 76% . Unterschiede gibt es jedoch bei der Häufigkeit von Störungen: Während Beschäftigte in Ostdeutschland seltener häufige Unterbrechungen berichten, fällt dieser Anteil in Norddeutschland überdurchschnittlich hoch aus. In Baden-Württemberg geben 36% an, weniger als eine Stunde am Stück konzentriert arbeiten zu können.
Grundlage der Ergebnisse ist eine repräsentative YouGov-Befragung unter 4.104 Personen in Deutschland, die zwischen dem 12. und 21. Juni 2026 durchgeführt wurde. Für die Auswertung der Büro-Beschäftigten wurden die Antworten von 965 Teilnehmern berücksichtigt.






