IQM übernimmt Vermögenswerte von Quantistry

Quantistry: IQM übernimmt Vermögenswerte des Berliner Softwareunternehmens und erweitert seine Kompetenzen im Quantencomputing.
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Der finnische-deutsche Quantencomputerhersteller IQM Quantum Computers hat ausgewählte Vermögenswerte der Berliner Quantistry GmbH übernommen. Dies teilte die Wirtschaftskanzlei SKW Schwarz mit, die IQM bei der Transaktion rechtlich beraten hat. Mit der Transaktion erweitert das Unternehmen seine Technologieplattform im Bereich Quantencomputing und baut insbesondere seine Kompetenzen in der Softwareentwicklung und Simulation für industrielle Anwendungen aus. Ziel ist es, die Entwicklung und den Einsatz von Quantencomputern für industrielle Anwendungsfälle weiter voranzutreiben.

Ausbau von Software und geistigem Eigentum

Im Rahmen der Übernahme erwirbt IQM proprietäre Softwareanwendungen, Algorithmen sowie geistiges Eigentum von Quantistry. Zudem wechselt das Kernteam des Berliner Unternehmens aus den Bereichen Technik, Quantenchemie und Softwareentwicklung zu IQM.

Durch die Integration der Technologien und des Expertenteams will IQM seine Fähigkeiten für industrielle Einsatzgebiete ausbauen. Dazu zählen unter anderem Anwendungen in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Chemie, den Materialwissenschaften sowie der Pharmaindustrie. In diesen Branchen gilt die Simulation komplexer Moleküle und Materialien als eines der vielversprechendsten Einsatzfelder für Quantencomputer, da herkömmliche Rechenverfahren bei bestimmten Fragestellungen an ihre Grenzen stoßen können. Die Akquisition soll dazu beitragen, Hard- und Software enger miteinander zu verzahnen und den Aufbau entsprechender Lösungen zu beschleunigen.

Strategischer Schritt nach Börsengang

Die Akquisition erfolgte kurz nach dem Zusammenschluss von IQM mit der Real Asset Acquisition Corp. Durch diese Transaktion wurde IQM zum ersten börsennotierten Quantencomputerunternehmen Europas und ist seitdem an der NASDAQ gelistet.

Das 2018 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz im finnischen Espoo entwickelt supraleitende Full-Stack-Quantencomputer und bietet sowohl komplette Quantensysteme als auch Cloud-Zugänge für Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Hochleistungsrechenzentren und Unternehmen an. Nach Unternehmensangaben ist IQM in Europa, Asien und Nordamerika aktiv und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeitende. Das Unternehmen verfolgt einen Ansatz, bei dem Kunden ihre Quanteninfrastruktur direkt betreiben und in bestehende IT-Umgebungen integrieren können.

Quantistry mit Sitz in Berlin entwickelt Cloud-native Simulationssoftware für Chemie- und Materialforschung. Die Software kommt unter anderem in Forschung und Entwicklung für die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Energiespeicher sowie die Pharmaindustrie zum Einsatz.

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KURZPROFIL

IQM Quantum Computers

Gründungsjahr: 2018
Hauptsitz: Espoo, Finnland
Deutscher Standort: München
Mitarbeiter: 400+ (weltweit)
Umsatz (2025): rund 31 Mio. EUR
Auftragsbestand (31.12.25): rund 67 Mio. EUR

Management:
Dr. Jan Goetz, CEO und Mitgründer
Dr. Søren Hein, Deputy CEO und Chief Operating Officer
Jan Kürschner, CFO

Board of Directors:
Dr. Sierk Poetting, Vorsitzender

Börsennotierung:

Nasdaq Global Select Market, USA: American Depositary Shares (ADS), Tickersymbol IQMX, ISIN US4629211073, WKN A42GGM; Erstnotiz am 2. Juli 2026

Nasdaq Helsinki Main Market: Stammaktie, Tickersymbol IQMX, ISIN FI4000602354, WKN A42AE8; Erstnotiz am 3. Juli 2026

Eine ADS repräsentiert eine IQM-Stammaktie.

Aktienkurs: 11,95 USD je ADS (Stand: 22. Juli 2026)
Marktkapitalisierung: rund 3,14 Mrd. USD (Stand: 22. Juli 2026)

Internet: www.iqm.tech

Autorenprofil
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Eva Rathgeber ist Chefredakteurin der Unternehmeredition und verfügt über langjährige Erfahrung in Journalismus, PR und Unternehmenskommunikation. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Investitionen, Private Equity, M&A, Nachfolge, Digitalisierung und Innovation.

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