Die Förderbank NRW.BANK hat sich als Konsortialpartnerin an einer Finanzierung für ein Großprojekt der klimafreundlichen Wärmeversorgung im Raum Köln beteiligt. Das Projekt der RheinEnergie AG soll künftig einen zentralen Beitrag zur Wärmewende in der Region leisten und bis zu 50.000 Haushalte mit Fernwärme aus erneuerbaren Quellen versorgen.
Finanzierung eines Infrastrukturprojekts im Raum Köln
Wie die beteiligten Partner mitteilten, umfasst die Gesamtfinanzierung ein Volumen von 150 Millionen Euro innerhalb eines Gesamtinvestitionsrahmens von rund 280 Mio. EUR. Das Projekt entsteht am Standort Köln-Niehl und soll ab 2028 klimafreundliche Fernwärme in das bestehende Netz einspeisen. Die Wärmegewinnung erfolgt über eine großtechnische Flusswasser-Wärmepumpe, die Energie aus dem Rhein mittels Wärmetauscher nutzbar macht.
Konsortialstruktur unter Führung der Helaba
Die Finanzierung wird in einem Bankenkonsortium unter Führung der Helaba umgesetzt. Neben der NRW.BANK ist auch die Sparkasse KölnBonn beteiligt. Nach Angaben der Konsortialpartner kommt zur Refinanzierung zudem das Förderprogramm NRW.BANK.Infrastruktur zum Einsatz, das Investitionen in kommunale und nachhaltige Infrastrukturprojekte unterstützt.
Bedeutung für die Wärmewende in Nordrhein-Westfalen
Die NRW.BANK betont die Bedeutung leistungsfähiger Finanzierungsstrukturen für die Umsetzung der Wärmewende. Die Vorstandsvorsitzende der Förderbank, Gabriela Pantring, erklärte, dass innovative Technologien, leistungsfähige Infrastruktur und passende Finanzierungsmodelle entscheidend seien, um klimafreundliche Wärmeversorgungssysteme zu realisieren. Die Zusammenarbeit im Konsortium zeige, wie öffentliche und private Finanzierungsakteure gemeinsam Transformationsprojekte ermöglichen können.
Klimafreundliche Wärmeversorgung durch Flusswassertechnologie
Die RheinEnergie AG setzt mit dem Projekt auf eine großskalige Nutzung von Flusswasser als Energiequelle. Die Anlage soll Wärme aus dem Rhein gewinnen und diese in das Fernwärmenetz einspeisen. Damit soll langfristig ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung im Großraum Köln geleistet werden. Aufgrund der hohen infrastrukturellen Bedeutung wird das Vorhaben zusätzlich durch Fördermittel auf Bundes- und EU-Ebene unterstützt.
Eva Rathgeber ist Chefredakteurin der Unternehmeredition und verfügt über langjährige Erfahrung in Journalismus, PR und Unternehmenskommunikation. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Investitionen, Private Equity, M&A, Nachfolge, Digitalisierung und Innovation.








