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Der Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. hat die erforderlichen Mittel für das Rettungskapital im laufenden Insolvenzverfahren vollständig eingeworben. Insgesamt kamen 350.000 EUR zusammen, die für Planzahlungen an die Insolvenzgläubiger sowie zur Überbrückung der umsatzschwächeren Wintermonate eingesetzt werden sollen. Damit kann der geplante Insolvenzplan nun fertiggestellt und beim zuständigen Amtsgericht eingereicht werden.
Insolvenzplan soll Fortführung ermöglichen
Mit dem Insolvenzplan soll eine Einigung mit den Gläubigern erreicht und der Verein als Rechtsträger erhalten werden. Nach einer möglichen Zustimmung der Gläubigerversammlung und der gerichtlichen Bestätigung könnte das Insolvenzverfahren aufgehoben werden. Ziel ist es, die Gläubiger durch die Planregelung besserzustellen als bei einer vollständigen Abwicklung des Vereins.
Die Erstellung des Insolvenzplans erfolgt durch das PLUTA-Team gemeinsam mit dem Vorstand und weiteren Unterstützern. Insolvenzverwalter Philip Konen teilte mit, dass das notwendige Kapital vollständig eingesammelt worden sei und nun die nächsten Verfahrensschritte vorbereitet würden.
Unterstützung durch Stiftung und Spender
Die Finanzierung des Rettungskapitals wurde unter anderem durch die im vergangenen Jahr gegründete Stiftung Familienferiendorf Hübingen unterstützt. Diese sammelte in den vergangenen Monaten Spenden ein, um den Fortbestand des Feriendorfs zu ermöglichen. Nach Angaben der Stiftung soll der Verein auch nach Abschluss des Insolvenzverfahrens weitere Unterstützung erhalten, unter anderem für notwendige Sanierungsmaßnahmen an den Ferienhäusern.
Der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Hanno Heil, verwies auf die breite Unterstützung aus dem Umfeld des Feriendorfs. Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch künftig finanzielle Mittel für den Erhalt der Gebäude benötigt würden.
Geschäftsbetrieb läuft weiter
Das Familienferiendorf Hübingen befindet sich seit Herbst 2025 in einem Insolvenzverfahren. Einen Insolvenzantrag hatte der Verein im vergangenen Jahr gestellt. Das Amtsgericht Montabaur ordnete am 30. Oktober 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und eröffnete das Verfahren am 1. Februar 2026.
Der Betrieb des Feriendorfs wurde während des gesamten Verfahrens fortgeführt. Die rund 30 Beschäftigten arbeiten weiterhin im Unternehmen, Personalmaßnahmen wurden nach Angaben des Vereins und des Insolvenzverwalters nicht durchgeführt. Gäste können das Angebot weiterhin nutzen.
Der Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. betreibt im Westerwald eine Ferienanlage mit 40 Ferienhäusern sowie weiteren Einrichtungen für Familien, Gruppen und Veranstaltungen. Das Feriendorf ist seit den 1960er Jahren aktiv und auf Familienurlaube sowie Gruppenaufenthalte spezialisiert. Nach der geplanten Einreichung des Insolvenzplans steht nun die Abstimmung mit den Gläubigern als nächster entscheidender Schritt bevor.






