BVK kontert Coronapandemie mit einer Bus-Roadshow

Chancenmacher
BVK-Roadshow in Rheinland-Pfalz: BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs (l.) und BVK-Vorstandssprecher Frank Hüther

Die Coronapandemie zeigt ihre Auswirkungen im gesamten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Der persönliche Kontakt wird erschwert, größere Netzwerkveranstaltungen sind seit einem Jahr vollkommen undenkbar. Wie reagiert man als Branchenverband auf diese Behinderung in der täglichen Arbeit? Ganz einfach: Man mietet einen Bus.

„Für uns galt die Aufgabenstellung, dass wir den Kontakt zu unseren Mitgliedern aufrechterhalten wollen“, erklärt Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Mitglied des Vorstands des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) im Gespräch mit der Unternehmeredition. Wichtige Netzwerkveranstaltungen, wie der jährliche Eigenkapitaltag oder die Fachforen konnten nur digital durchgeführt werden. Also wurde ein Ersatz gesucht, denn, so Frau Hinrichs: „Video-Calls und Online Konferenzen reichen nicht für unsere Netzwerkaktivitäten“. Die Idee für persönliche Besuche vor Ort waren schnell geboren, es ging dann in der Planung um ein geeignetes Format, das den Einschränkungen durch die Coronakrise gerecht wird. „Die Straße wurde in der Pandemie unser neues Homeoffice“, erläutert Frau Hinrichs die Herangehensweise. Der BVK-Bus war als Idee geboren und ist als Roadshow des Interessensverbandes in Deutschland auf Tour.

Chancen aufzeigen

Das Motto für die Aktion des BVK, die seit Anfang des Jahres läuft, lautet ´Die Chancenmacher´. „Unser Ziel ist aufzuzeigen, welche Chancen durch privates Beteiligungskapital möglich sind, wer die Macher hinter diesen Initiativen sind und wie die gesamte Wirtschaft davon profitieren kann“, erläutert Frau Hinrichs. Daher besucht der BVK-Bus die Mitgliedunternehmen, regionale Politiker und andere Multiplikatoren. „Wir holen unsere Gesprächspartner aus dem Homeoffice und besuchen mit ihnen gemeinsam Plätze, die sie persönlich als einen Platz für ihre persönliche Chance oder auch die Möglichkeit für eine positive Entwicklung sehen“, so Frau Hinrichs weiter. Dabei geht es natürlich in erster Linie um die unternehmerischen Chancen aufgrund einer privaten Unternehmensbeteiligung.

Narrativ der Branche verbessern

Foto: BVK

Nach Einschätzung von Frau Hinrichs würden sich die meisten Unternehmen nach dem Einstieg eines privaten Investors positiv entwickeln, indem sie Umsatz, Beschäftigtenzahl und Rendite steigern. Dies hätten zahlreiche Untersuchungen in der Vergangenheit gezeigt. Der BVK hat mit der Erstellung einer weiteren aktuellen Studie begonnen, um die positiven Auswirkungen der Private-Equity-Beteiligungen mit frischen Zahlen belegen zu können. Es gelte, das „Narrativ der Branche“ zu verbessern. Frau Hinrichs findet es wenig verständlich, dass Startups beim Einstieg eines privaten Investors von den Medien gefeiert werden und wenn dasselbe bei einem etablierten Unternehmen passiert, dann würde regelmäßig der „Weltuntergang“ heraufbeschworen. Angesichts der Zurückhaltung der Banken bei Wachstumsfinanzierungen komme den Private-Equity-Investoren auch eine wichtige Rolle zu, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.

Weitere Teilnehmer gesucht

Das BVK-Konzept kommt offensichtlich gut an. Die Abrufe der Berichte auf LinkedIn und Twitter seien mehr als erfreulich, erklärt Frau Hinrichs. Die Interessenten für Besuche stehen nach ihren Angaben Schlange, die Anfragen nehmen ständig weiter zu. Zumindest bis zum Sommer sind weitere Termine geplant – vielleicht fährt der BVK-Bus auch länger. Im Bus ist ein Corona-taugliches Studio mit einem ausreichenden Sitz-Abstand eingebaut. Fotos und Videos werden von einem professionellen Team erstellt. Firmen, die sich an der Tour des BVK-Busses beteiligen möchten, können sich unter www.bvkap.de melden.