Der Verband der Vereine Creditreform e. V. hat eine Untersuchung zum Zahlungsverhalten in Deutschland im ersten Quartal 2026 durchgeführt. Die deutschen Unternehmen haben im ersten Quartal 2026 im Schnitt genauso pünktlich gezahlt wie im Vorjahreszeitraum. Trotz schwacher Konjunktur, hoher Kosten und anhaltender Investitionszurückhaltung spiegeln sich Liquiditätsengpässe weiterhin nicht in einem breiten Einbruch der Zahlungsmoral wider. Der branchenübergreifende Zahlungsverzug liegt in Deutschland weiterhin bei 7,7 Tagen. Damit bleibt er exakt auf dem Niveau des ersten Quartals 2025. „Die Zahlungsmoral der Unternehmen bleibt stabil – das ist in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld zunächst ein robustes Signal“, sagt Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Wirtschaftsforschung bei Creditreform. Gleichzeitig sei die Stabilität laut dem Verband kein Zeichen echter Entspannung. Viele Betriebe halten ihre Liquidität zusammen, investieren zu wenig und fragen weiterhin selten nach Krediten für Investitionen. Genau diese Investitionen wären aber zwingend notwendig, um den Standort wettbewerbsfähig zu halten, so Hantzsch weiter.
Gefälle zwischen den Bundesländern

Grundlage der Daten
Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister von Creditreform. In diesem Register werden monatlich ca. 16,3 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen ausgewertet. Der Zahlungsverzug eines gespeicherten Zahlungsbelegs wird in Tagen dargestellt. Er ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.









