S&P Global: Deutsche Wirtschaft wächst deutlich

Foto: © Miha Creative_AdobeStock
Foto: © Miha Creative_AdobeStock

S&P Global meldet ein neues Wirtschaftswachstum für den Standort Deutschland. Der S&P Global Flash Deutschland Composite PMI stieg. Der Index erreichte im September exakt 53,8 Punkte. Im August lag dieser Wert bei 51,8 Punkten. Dieser Anstieg markiert den höchsten Stand seit elf Monaten. Der Dienstleistungssektor ist vor allem für das Wachstum verantwortlich. Der Index der Geschäftstätigkeit stieg auf exakt 52,9 Punkte. Das ist ein klarer Zuwachs gegenüber dem vorherigen Vormonat. Im August stand der Index bei 49,7 Punkten. Die Dienstleister verzeichnen ein Sieben-Monats-Hoch. Zuvor gab es fünf Monate lang Rückgänge. Die Erholung fällt stark aus. Ein solches Wachstum gab es zuletzt im Februar. Die Nachfrage nach Dienstleistungen zieht an. Die Unternehmen verbuchen neue Aufträge. Dieser Auftragseingang ist der höchste seit einem Jahr.

Entwicklung in der Industrie

Die Industrieproduktion wuchs in Deutschland ebenfalls im September weiter. Der Index für die Produktion erreichte exakt 55,9 Punkte. Das Tempo ließ gegenüber dem August nur leicht nach. Im August lag der Wert bei 56,6 Punkten. Die Produktion befindet sich auf einem erhöhten Niveau. Die Industrie profitiert von gestiegenen Investitionen. Die Exporte legten auf breiter Basis zu. Die Auftragseingänge stiegen zum dritten Mal. Laut S&P Global fiel dieses Plus hoch aus. Ein solches Plus gab es zuletzt im Februar 2022. Die Auftragsbestände nehmen in beiden Sektoren spürbar wieder zu. Die Firmen melden in der Produktion Kapazitätsengpässe. Das Wirtschaftswachstum beeinflusst den Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung stieg den zweiten Monat in Folge. Der Stellenaufbau fiel moderat aus. Er beschleunigte sich im Vergleich zu dem August. Dieser Aufbau war der höchste seit drei Jahren. Die Dienstleistungsunternehmen stellen neue Mitarbeiter ein. In der Industrie sinkt die Beschäftigung hingegen. Die Rate des Rückgangs fiel jedoch ab. Sie erreichte den niedrigsten Stand seit September 2023. Die Lage in der Industrie stabilisiert sich.

Preise und Inflation

Der Inflationsdruck nimmt in der Wirtschaft wieder zu. Die Einkaufspreise steigen schneller als in den drei Vormonaten. Der Anstieg liegt über dem langjährigen Mittelwert. Die Unternehmen machen Kraftstoffpreise dafür verantwortlich. Die gestiegenen Energiekosten treiben die Preise nach oben. Die Verkaufspreise für Güter und Dienstleistungen steigen im Markt. Nach Angaben von S&P Global gab es entsprechende Anhebungen. Solche Erhöhungen gab es in der Wirtschaft zuletzt im Mai. Die Dienstleister erhöhten ihre Angebotspreise. Im Verarbeitenden Gewerbe stiegen die Verkaufspreise langsamer. Sie wuchsen mit der niedrigsten Rate seit sechs Monaten.

Aussichten der Unternehmen

Die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr bleiben positiv. Der Optimismus der befragten Unternehmen ist vorhanden. Die Stimmung entspricht dem Niveau aus dem August. Der Index hält sich auf einem konstanten Level. Dieser Wert ist der höchste seit Ausbruch des Nahostkrieges. Er liegt über dem langfristigen Durchschnitt. Der Optimismus bei den Dienstleistern sank. Die Hersteller äußerten sich zuversichtlicher. Phil Smith, Economics Associate Director bei S&P Global Market Intelligence, kommentiert die Zahlen. Er sagt: „Die deutschen Unternehmen meldeten im September weitere Anzeichen von Widerstandsfähigkeit.“ Er führt aus: „Das Wirtschaftswachstum gewann an Fahrt.“ Zudem sagt er: „Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist blieben stabil.“ „Die Beschäftigung wuchs den zweiten Monat.“ Das geschah trotz des steigenden Inflationsdrucks.

Autorenprofil

Als Redakteur der Unternehmeredition berichtet Alexander Görbing regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Restrukturierungen, Insolvenzen, M&A-Prozesse, Finanzierungen und Unternehmensnachfolgen.

Vorheriger ArtikelNEU: Magazinausgabe 3/2026 „Unternehmensverkauf“
Nächster ArtikelNovartis stärkt München als Pharma-Hub