Die NRW.BANK führt zum 17. August 2026 das neue Zuschussprogramm „NRW.BANK.Impuls KI“ ein. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Nordrhein-Westfalen können damit bis zu 25.000 EUR erhalten, um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) vorzubereiten, Anwendungsfelder zu prüfen und erste Tests durchzuführen. Das Programm soll Unternehmen dabei unterstützen, Investitionsentscheidungen für KI-Projekte auf einer besseren Grundlage zu treffen.
Unterstützung bei Vorbereitung und Erprobung von KI-Anwendungen
Viele mittelständische Unternehmen beschäftigen sich bereits mit künstlicher Intelligenz, stehen jedoch vor Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung. Häufig fehlen Erfahrungen mit geeigneten Lösungen sowie Einschätzungen zu Aufwand, Nutzen und wirtschaftlicher Perspektive geplanter KI-Anwendungen. Diese Unsicherheiten können dazu führen, dass Projekte nicht umgesetzt oder Investitionen zurückgestellt werden.
Mit dem neuen Förderprogramm sollen Unternehmen insbesondere bei der Identifikation geeigneter Einsatzbereiche, der Vorbereitung von KI-Lösungen und der Durchführung erster Tests unterstützt werden. Förderfähig sind vor allem Beratungs- und Testungsdienstleistungen. In begrenztem Umfang können auch Kosten für Lizenzen sowie die Anmietung von Hardware oder Testinfrastrukturen berücksichtigt werden.
Förderung für kleine und mittlere Unternehmen in NRW
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Die Förderung erfolgt als Zuschuss von bis zu 25.000 EUR pro Unternehmen. Die Förderquote beträgt maximal 50 % der förderfähigen Ausgaben.
Beispielsweise kann ein Unternehmen bei einer KI-Beratung mit Kosten von 10.000 EUR einen Zuschuss von bis zu 5.000 EUR erhalten. Werden Beratungs- und Testleistungen im Umfang von 50.000 EUR genutzt, ist der maximale Zuschussbetrag von 25.000 EUR möglich.
Für das erste Jahr stehen insgesamt 3 Mio. EUR zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus Mitteln der NRW.BANK.
NRW sieht KI als wichtigen Faktor für Wettbewerbsfähigkeit
Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, verwies auf die Bedeutung von KI für den Mittelstand und die Herausforderungen vieler Unternehmen beim Einstieg in die Technologie. Mit dem neuen Programm solle der Einsatz von KI strukturiert vorbereitet und der Zugang zu entsprechenden Anwendungen erleichtert werden.
Auch Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte die Bedeutung von KI für Nordrhein-Westfalen. Insbesondere die Verbindung von KI mit Robotik, Sensorik und industriellen Prozessen sei für ein industriegeprägtes Land entscheidend, um Wertschöpfung und technologische Entwicklung zu sichern. Unternehmen, die nach der Vorbereitungsphase konkrete Investitionen umsetzen möchten, können weitere Förderangebote der NRW.BANK nutzen.






