Mundinger Engineering GmbH aus Rotenburg meldet Insolvenz an

Foto:©DOC RABE Media_AdobeStock
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Die Mundinger Engineering GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Das Maschinenbauunternehmen aus Rotenburg an der Fulda hat Zahlungsschwierigkeiten. Das Gericht in Bad Hersfeld ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde die Rechtsanwältin Jutta Rüdlin bestellt. Sie gehört zur PLUTA Rechtsanwalts GmbH. Ihre Kollegin Dr. Katrin Schulte unterstützt sie im Verfahren. Die Geschäftsführung des Unternehmens plant die Fortführung des Betriebs. Laut einer Pressemitteilung bedeutet der Antrag nicht das Ende. Das vorrangige Ziel ist der erfolgreiche Abschluss bestehender Aufträge. Die Verantwortlichen wollen eine tragfähige Zukunftsperspektive für den Maschinenbauer entwickeln. Die weiteren Schritte prüft das Unternehmen gemeinsam mit der Insolvenzverwalterin. Die wirtschaftliche Situation soll so schnellstmöglich wieder stabilisiert werden. Dies schafft die Voraussetzungen für den Erhalt des Unternehmens.

Fokus auf Auftragsabwicklung

Die Verwalterin Jutta Rüdlin spricht sich für eine Stabilisierung aus. Sie sagt: „Unser wichtigstes Ziel ist es jetzt, den Betrieb stabil weiterzuführen und die Aufträge zuverlässig zu erfüllen. Dazu sprechen wir mit den Geschäftspartnern. Gleichzeitig werden wir gemeinsam alle Möglichkeiten für eine Sanierung ausloten. So wollen wir eine Lösung für die Zukunft des Betriebs erreichen.“ Die Mundinger Engineering GmbH beschäftigt derzeit genau 18 Mitarbeiter. Die Löhne sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Die Verantwortlichen haben die Belegschaft über die Lage informiert. Die Insolvenzgeldvorfinanzierung wird nun zügig in die Wege geleitet. Dadurch fließen die Gehälter der Mitarbeiter wie gewohnt weiter.

Ausbleibende Aufträge als Ursache

Zahlungsschwierigkeiten entstanden durch fehlende neue Auftragseingänge. Kunden haben mehrere fest erwartete Projekte an andere Anbieter vergeben. Andere Entscheidungen über offene Aufträge stehen bis heute noch aus. Der laufende Geschäftsbetrieb stützt sich derzeit auf noch bestehende Aufträge. Das Unternehmen setzt nun auf die Unterstützung regionaler Geschäftspartner. Neue Projekte können einen entscheidenden Beitrag zur Rettung leisten. Die Geschäftsführung ruft regionale Firmen aktiv zur Zusammenarbeit auf.

Die Führung prüft nach Angaben des Unternehmens verschiedene Zukunftsoptionen. Eine Fortführung aus eigener Kraft ist eine dieser Optionen. Zudem sucht der Betrieb nach Kooperationen mit strategischen Partnern. Auch der Einstieg eines Investors wird derzeit intensiv geprüft. Das Management hofft auf das Vertrauen aller beteiligten Partner. Die Geschäftsführung betont: „Wir setzen weiterhin auf einen konstruktiven gemeinsamen Weg.“ Sie ergänzt: „Wir hoffen, dass unsere Kunden und Lieferanten die Betriebsfortführung unterstützen.“ Das Unternehmen fertigt individuelle Lösungen im Bereich Sondermaschinenbau. Kunden kommen aus der Elektronik und der Medizintechnik. Die Sanierung wird juristisch nun weiter begleitet. Das sichert die Struktur im Betrieb ab. Die Produktion läuft weiter.

Autorenprofil

Als Redakteur der Unternehmeredition berichtet Alexander Görbing regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Restrukturierungen, Insolvenzen, M&A-Prozesse, Finanzierungen und Unternehmensnachfolgen.

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