Mammut geht an chinesischen Investor CPE

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Die chinesische Investmentgesellschaft CPE übernimmt die Schweizer Bergsportmarke Mammut. Die Mammut Sports Group AG teilte am Donnerstag mit, dass CPE eine Vereinbarung zur Übernahme des Unternehmens von Jacobs Capital unterzeichnet hat; zu den finanziellen Details machten die Parteien keine Angaben. In der Vergangenheit war ein Preis von rund 600 Mio. EUR im Gespräch. Jacobs Capital hatte den Verkaufsprozess Anfang 2026 gestartet, mehr als 500 Mio. EUR angestrebt und Houlihan Lokey als Berater mandatiert.

Standort Seon und Führungsteam bleiben

Mammut behält nach der Transaktion seinen Hauptsitz in Seon und wird weiterhin vom bestehenden Führungsteam unter Vorstandsvorsitzendem Heiko Schäfer geleitet. CPE will das Unternehmen bei der Beschleunigung des globalen Wachstums unterstützen, insbesondere in Asien und Nordamerika. Rund ein Viertel des Geschäfts entfällt bereits auf China.

Von der Seilerei zur Beteiligung zweier Familienvermögen

Die Wurzeln der Mammut Sports Group liegen in einem kleinen Familienunternehmen: 1862 gründete der Seiler Kaspar Tanner im aargauischen Dintikon eine Seilerei, die 1898 von seinem Sohn Oscar übernommen wurde und ab 1919 als Seilwarenfabrik AG Lenzburg firmierte. Den Namen Mammut trägt das Unternehmen seit 1952, als sich der Schwerpunkt auf Seile für den Berg- und Segelsport verlagerte.

Auch der bisherige Eigentümer ist aus einem Familienvermögen hervorgegangen. Jacobs Capital entstand 2025 aus der Zusammenlegung zweier Beteiligungsgesellschaften der Erben des Barry-Callebaut-Gründers Klaus Johann Jacobs: Die 1994 gegründete Jacobs Holding, an deren Spitze Nicolas und Philippe Jacobs als Co-Präsidenten stehen, übernahm dabei die Londoner Telemos Capital, die Philippe Jacobs 2017 als eigenes Family Office für Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen aufgebaut hatte. Über Telemos war Mammut 2021 von der Schweizer Holding Conzzeta erworben worden.

Seit dem Einstieg 2021 steigerte Mammut den Umsatz nach eigenen Angaben mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten, die operative Ergebnismarge habe sich mehr als verdoppelt. Der Abschluss der Transaktion wird in den kommenden Monaten erwartet.

Autorenprofil

Philipp Schnattinger studiert International Business Administration an der WHU – Otto Beisheim School of Management.

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