Die Identa-Gruppe übernimmt die Softwareplattform ATLED der Akili:innovation GmbH. Mit diesem Schritt erweitert das Unternehmen sein bestehendes Portfolio. Künftig bietet die Gruppe integrierte Lösungen für Identifikation, Authentifizierung und Zutritt an. Bislang lag der Schwerpunkt des Anbieters auf RFID-basierten Identifikationsmedien. Dazu zählen unter anderem physische Karten, Transponder sowie digitale Zugangsmedien. Durch die Übernahme verbindet das Unternehmen Hardware mit spezialisierten Software- und Self-Service-Kiosk-Lösungen. Die Weiterentwicklung und den Vertrieb der ATLED-Software übernimmt die Tochtergesellschaft Identa Software Solutions GmbH. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht die Plattform durchgängige digitale Prozesse. Kunden können Besucher vorab anmelden, Zutrittsrechte vergeben und Ausweise automatisiert ausgeben. „Die Übernahme schafft die Grundlage für ein vollständiges Ökosystem rund um Zugangsmedien von der Karte oder dem Transponder über die Software bis hin zu modernen Self-Service-Kiosk-Lösungen“, sagt Uwe Wiest, Geschäftsführer der Identa Ausweissysteme GmbH.
Investoren im Hintergrund
Die Mehrheit an der Identa-Gruppe halten zwei Beteiligungsgesellschaften. Neben der VR Equitypartner GmbH ist die AG Capital an dem Anbieter beteiligt. Beide Gesellschaften erwarben ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Smart-Card-Spezialisten im Jahr 2024.
Die AG Capital hat ihren Sitz in Wien. Die Gesellschaft stellt Buy-out- und Wachstumskapital für mittelständische Betriebe bereit. Karl Lankmayr und Daniel Jennewein gründeten das Unternehmen im Jahr 2021. Die VR Equitypartner zählt zu den führenden Eigenkapitalfinanzierern im deutschsprachigen Raum. Die Beteiligungsgesellschaft ist eine Tochter der DZ Bank. Das Portfolio umfasst derzeit etwa 40 Engagements. Das Investitionsvolumen liegt laut der Mitteilung bei 400 Mio. EUR. Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH beriet die Identa-Gruppe bei der aktuellen Transaktion. Ein standort- und praxisübergreifendes Team begleitete den Erwerb der Plattform. Die Federführung lag bei Senior Associate Dominique Kurtz. Partner Philipp Glock leitete das Team gemeinsam mit Kurtz im Bereich Private Equity und M&A. Luther betreute die Investoren bereits beim Einstieg in die Unternehmensgruppe im Jahr 2024. In der aktuellen Transaktion waren weitere Spezialisten eingebunden. Für die Bereiche Distressed und Restrukturierung zeichneten Partner Oliver Köhler sowie Associate Paul Mey verantwortlich. Das Arbeitsrecht deckten Partner Klaus Thönißen sowie die Senior Associates Leif Born und Pia A. Wieberneit ab. Für IP, IT und Datenschutz waren Partner Christian Kuß und Counsel Florian Rockenbach zuständig.
Die Kanzlei Luther berät große und mittelständische Unternehmen sowie die öffentliche Hand. Die Sozietät beschäftigt mehr als 420 Rechtsanwälte und Steuerberater. Sie ist in zehn deutschen Wirtschaftsmetropolen sowie an zwölf internationalen Standorten vertreten. Zudem gehört die Kanzlei der globalen Organisation Unyer an.








