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Die Aluminium Rheinfelden Gruppe hat eine umfassende Restrukturierung eingeleitet. Die beiden Gesellschaften Aluminium Rheinfelden Alloys GmbH und Aluminium Rheinfelden Semis GmbH haben am 16. Juli beim zuständigen Amtsgericht Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Gleichzeitig soll die Aluminiumverarbeitung in beiden Unternehmen dauerhaft eingestellt werden. Nach Angaben der Unternehmensgruppe sind davon rund 185 Beschäftigte betroffen. Über die Eröffnung der Verfahren müsse nun das Gericht entscheiden.
Wirtschaftliche Belastungen führen zur Neuausrichtung
Als Gründe für die geplante Einstellung der Aluminiumverarbeitung nennt das Unternehmen die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Demnach hätten stark gestiegene Energiepreise, eine schwache Nachfrage sowie der hohe internationale Wettbewerbsdruck dazu geführt, dass sich die Verarbeitung von Aluminium nicht mehr wirtschaftlich betreiben lasse.
Im Zuge der Neuausrichtung will sich die Unternehmensgruppe künftig auf die Rheinfelden Carbon Products GmbH konzentrieren. Diese Gesellschaft ist nicht von den Insolvenzanträgen betroffen und setzt ihren Geschäftsbetrieb unverändert fort. Nach Unternehmensangaben beschäftigt sie rund 50 Mitarbeitende und verfügt über eine etablierte Marktposition im Bereich Carbon-Produkte für die metallurgische Industrie.
Die Restrukturierung wird von der Kanzlei Schultze & Braun begleitet, die das Unternehmen im Eigenverwaltungsverfahren und bei der Neuausrichtung unterstützt.
Gespräche über Folgen für die Belegschaft
Von der geplanten Betriebseinstellung bei Alloys und Semis sind insgesamt rund 185 Beschäftigte betroffen. Die Geschäftsführung kündigte an, kurzfristig Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Auswirkungen der Maßnahme aufzunehmen. Ziel sei es, möglichst sozialverträgliche Lösungen zu finden. Solange diese Gespräche laufen, macht das Unternehmen keine Angaben zu den konkreten Folgen für einzelne Beschäftigte.
Insgesamt beschäftigt die Aluminium Rheinfelden Gruppe derzeit rund 235 Mitarbeitende am Standort Rheinfelden. Neben den beiden Gesellschaften der Aluminiumverarbeitung gehört auch die Rheinfelden Carbon Products GmbH zur Unternehmensgruppe.
Zukunft des Standorts bleibt offen
Unabhängig von den Eigenverwaltungsverfahren prüft die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben verschiedene Perspektiven für den Standort Rheinfelden. Konkrete Pläne oder mögliche Investoren wurden bislang nicht genannt. Wie sich der Standort langfristig entwickeln wird, dürfte auch vom Verlauf der Insolvenzverfahren und den Ergebnissen der laufenden Restrukturierung abhängen.






