Die Unternehmensübergabe ist für den abgebenden Senior oftmals ein langer Prozess. Um Risiken für sein Unternehmen, seine Familie und ihn zu minimieren, gilt es, den Übergabevertrag optimal zu gestalten.

  1. Übertragung rückgängig machen

Durch die Aufnahme von bestimmten Klauseln kann sich der Unternehmer zu Lebzeiten absichern. Fügt er eine Rückfallklausel ein, geht das Unternehmen an ihn zurück, falls der Nachfolger noch vor dem Senior stirbt oder beispielsweise insolvent wird. Auch eine Weiterveräußerung des Unternehmens durch den Nachfolger kann durch Rückfallklauseln verhindert werden.

  1. Zukunft des Unternehmens sichern

Für die Übergabe des Unternehmens sollte der Senior zusammen mit dem Nachfolger unter Anbetracht der steuerlichen und rechtlichen Aspekte eine zweckmäßige Rechtsform wählen. Zudem sollten sie einen Finanzplan erstellen, der Kostenpunkte wie Renten, Löhne der Arbeitnehmer und zukünftige Firmeninvestitionen enthält, um die Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auch in Zukunft zu sichern. Um eine unternehmerische Zerstücklung zu vermeiden, sind sogenannte Nachfolge- oder Einziehungsklauseln im Gesellschaftsvertrag sinnvoll.

  1. Übergabe der Unternehmensführung in der Praxis

Der Unternehmer sollte die Einarbeitung des Nachfolgers im Vertrag festhalten und regeln, ob er sich unmittelbar oder schrittweise aus dem Geschäft zurückzieht. Dabei kann eine klare Absprache und vertragliche Regelung der Position des Seniors nach der Übergabe, wie etwa sein Mitspracherecht, von entscheidender Bedeutung sein und helfen, späteres Konfliktpotenzial zu vermeiden.