Westlake will Vynova-Standort in Wilhelmshaven übernehmen

Absichtserklärung mit strategischem Investor

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Im Insolvenzverfahren der Vynova Wilhelmshaven GmbH zeichnet sich eine Lösung ab: Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von PLUTA hat mit dem US-Chemiekonzern Westlake Corporation eine Absichtserklärung zur Übernahme des Standorts unterzeichnet. Käufer soll die deutsche Tochter Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG werden.

Geplant ist die Übernahme des Geschäftsbetriebs inklusive aller rund 350 Beschäftigten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Abschluss und Vollzug sollen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgen; angestrebt wird ein Closing im Juni.

Produktion läuft weiter

Der Standort in Wilhelmshaven produziert Polyvinylchlorid (PVC) sowie Vinylchloridmonomer (VCM). Trotz des laufenden Verfahrens läuft der Betrieb weiter: Vynova Wilhelmshaven ist derzeit noch in die Vynova-Gruppe eingebunden und fungiert als Lohnveredler für die belgische Schwestergesellschaft Vynova Belgium N.V.

„Wir konnten den Geschäftsbetrieb stabilisieren und die Produktion der PVC-Produkte weiterführen“, erklärte Kaufmann. In den vergangenen Wochen seien intensive Gespräche mit Westlake geführt worden. Der strukturierte Investorenprozess wurde von Deloitte begleitet.

Strategische Perspektive für den Standort

Das Amtsgericht Wilhelmshaven hatte am 12. Dezember 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Fortführung wurde unter anderem durch einen Massekredit der NORD/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG abgesichert.

Mit Westlake Vinnolit würde ein strategischer Käufer zum Zuge kommen, der in Deutschland rund 1.400 Mitarbeiter beschäftigt und zu den führenden PVC-Herstellern zählt. Die börsennotierte Muttergesellschaft Westlake Corporation mit Sitz in Houston ist weltweit aktiv und beschäftigt rund 14.600 Mitarbeiter.

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Eva Rathgeber ist Chefredakteurin der Unternehmeredition und verfügt über langjährige Erfahrung in Journalismus, PR und Unternehmenskommunikation. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Investitionen, Private Equity, M&A, Nachfolge, Digitalisierung und Innovation.

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