„Wir analysieren den Markt“

Mit einer Buy-and-Hold-Strategie wächst die Topp Holding kontinuierlich. Zuletzt kaufte die auf familiengeführte und auf den Dienstleistungssektor fokussierte Gesellschaft vor allem angeschlagene Unternehmen. Was es dabei zu beachten gilt, wie Unternehmen in die Gruppe integriert werden und warum das Image von Zeitarbeitsfirmen nicht das beste ist, erklärt Geschäftsführer Christopher Topp. 

Was waren die größten Herausforderungen bei der Übernahme?

Vor allem bei personalintensiven Insolvenzen verfallen die Unternehmen Woche für Woche immer mehr. Wichtige Leute kündigen, die Situation ist extrem angespannt, wenn sich der Kaufprozess um einige Wochen verzögert. Bei KPS war das so. Die Zahlen vor der Insolvenz waren sehr schlecht. Deswegen mussten wir eine genaue Due Diligence durchführen.

Wie läuft es bei der KPS mittlerweile?

Benway Marine & Logistics, eine Beteiligung der Topp Holdings, überlässt Reedereien Zeitarbeiter (© Topp Holdings GmbH)
Benway Marine & Logistics, eine Beteiligung der Topp Holdings, überlässt Reedereien Zeitarbeiter. (© Topp Holdings GmbH)

Obwohl wir anfangs ziemlich große Schwierigkeiten hatten, konnten wir die Firma schnell stabilisieren, den Umsatz erhöhen und die Produktivität steigern. KPS arbeitet wieder profitabel. In diesem Jahr wollen wir 50 Mitarbeiter einstellen. Auch ehemalige Mitarbeiter kommen wieder zurück. Das Unternehmen befindet sich wieder in der Expansionsphase.

Grundsätze Ihres Familienunternehmens sind bewahren und bewegen. Sie führen Unternehmen fort und bringen sie voran. Verkaufen Sie diese auch wieder?

Wir investieren langfristig und nachhaltig. Buy and Hold, das ist unsere Strategie. Wir wollen unsere Unternehmen nicht verkaufen, sondern den Umsatzmix so strukturieren, dass er stabile Erträge abwirft und wir in jeder Phase eines Zyklus Geld verdienen.