„Wir befinden uns im Jahr der Transformation“

Nach Einschnitten will CEO Alexander Wirth das Modelabel Bogner wieder auf Wachstum trimmen, die Marke auffrischen und Erlebniswelten schaffen. Dass er die Struktur im Unternehmen noch mal anpasst, kann er nicht ausschließen.


Welchen Einfluss hat Willy Bogner noch auf das Unternehmen?

Willy Bogner gehört das Unternehmen. Er hat eine beratende Rolle. Ansonsten hat er es geschafft, sich operativ vom Unternehmen zu lösen. Er hat vollstes Vertrauen in das neue Management.

Sommermode: Bei Bogner soll sie künftig stärker in den Fokus rücken.
Sommermode: Bei Bogner soll sie künftig stärker in den Fokus rücken.

Was sind Ihre Pläne, um Bogner bilanziell wieder in die Erfolgsspur zu bringen?

Ein klares Ziel ist, dass wir die Restrukturierung zügig abschließen und wieder sichtbar wachsen. Bis zum Jahr 2022/2023 wollen wir den Markenumsatz von aktuell 200 Mio. auf 300 Mio. Euro steigern. Diese Planung ist eher konservativ.

Im wichtigen russischen Markt lief es in den vergangenen Jahren nicht gut. Hat sich das Geschäft dort erholt?

Es läuft dort wieder besser. Aktuell haben wir im drittstärksten Markt eine Umsatzentwicklung von plus fünf Prozent, nachdem wir den Markt sehr konservativ geplant haben. Allerdings wird sich Bogner nicht abhängig machen von einzelnen Regionen und auch nicht vom Wintergeschäft. Das ist Teil der neuen Strategie. Wir wollen uns künftig auf breitere Füße stellen.

Bislang ist die Marke klar auf das Wintergeschäft ausgerichtet. Warum wollen Sie jetzt verstärkt in Sommermode investieren?

Weil wir unter anderem für Lifestyle-Mode am Berg, im Tennis- und Golfsport großes Potenzial sehen und sich der Wettbewerb in Grenzen hält. Zusätzlich sehen wir großes Wachstumspotenzial neben Outerwear in Produktsegmenten wie Bluse, Hemd, T-Shirts, Jersey, Strick und Denim.

Bogner galt lange Zeit als verstaubt. Welche Kunden wollen Sie mit der Neuausrichtung ansprechen?

Für die Marke Bogner vor allem Käufer zwischen 30 und 55 Jahren. Mit Fire + Ice wollen wir eine deutlich jüngere und sportbegeisterte Zielgruppe erreichen. Wir werden das Profil der Marke schärfen, um den Namen Fire + Ice noch bekannter zu machen. Aus unserer Sicht können wir den Umsatz in diesem Bereich mehr als verdreifachen.

Mit Erlebniswelten zum Erfolg