Das philanthropische Gesellenstück

Schritt 2: Mitarbeiter einbeziehen
Unternehmen können die Früchte von CSR-Engagement nicht einfach ernten. Vielmehr müssen sie den Boden gut vorbereiten, indem sie ihre Mitarbeiter einbeziehen. CSR-Engagement funktioniert, wenn es von allen getragen und Mit dem Programm gelebt wird. Werden Mitarbeiter bereits in die Planung von Aktivitäten wie etwa Corporate Volunteering integriert oder entscheiden sie sich gar selbst für das Ergreifen gerade dieser Maßnahme, so können sie sich damit identifizieren. Wichtig ist dabei, dass CSR nicht permanent ein Mehr an Arbeit darstellt. Wahres und gelungenes CSR-Engagement basiert darauf, dass Beschäftigte zur Erledigung diesbezüglicher Aufgaben tatsächlich freigestellt werden – langfristig und regelmäßig.

Schritt 3: Engagement definieren
Wie und wo wollen wir uns engagieren? Was passt zu uns? Die Wahl des „richtigen“ Kooperationspartners ist für Unternehmen der entscheidende Punkt, wenn es um die Erfolgsaussichten der Zusammenarbeit geht. Beide Partner ergänzen sich im Idealfall komplementär, sodass das Ziel der Organisation mit dem Geschäftszweck des Unternehmens zusammenpasst. Ein hochspezialisiertes Unternehmen der Automobilzulieferer-Industrie schließt sich möglicherweise mit einer Organisation zusammen, die sich für Sicherheit im Straßenverkehr stark macht. Ein Produzent von Materialien, die in der Baubranche zum Einsatz kommen, wird vielleicht eher für sichere, legale und faire Arbeitsbedingungen auf Baustellen eintreten.

Schritt 4: Kooperation verhandeln
Ist die Entscheidung für eine Organisation gefallen, gilt es die Zusammenarbeit in Form von Zielen und Verantwortlichkeiten zu bestimmen. Das schriftliche Festhalten von Leitlinien der Kooperation, aber auch von konkreten Punkten wie Zeitplan, Budget, Ressourcen ist wertvoll für eine professionelle und erfolgreiche Kooperation. Das Unternehmen muss diesbezügliche Aktivitäten in seine Planung aufnehmen und nicht erst nach Abschluss der Bilanz entscheiden, ob etwas für die Kooperation übrig ist. Die Verbindung bleibt lebendig und bestehen, wenn die Kooperation von beiden Seiten ernst genommen, Erfolge gefeiert und Nichterreichtes auf den Prüfstand gestellt wird.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Sonderausgabe „Familienunternehmen & Stiftung“ des Magazins Die Stiftung, einer Schwesterpublikation der Unternehmeredition.

Autorenprofil

Bianca Wiedemann ist Geschäftsleiterin der Unternehmensberatung fair society – Wirtschaft im Einklang mit Gesellschaft und Umwelt. Sie berät Unternehmen strategisch zu den Themen Nachhaltigkeit und CSR sowie Stiftungen und andere Initiativen im Bereich Sozialmarketing.
Dr. Katrin Vogel ist Projektassistentin bei fair society – Wirtschaft im Einklang mit Gesellschaft und Umwelt. Sie interessiert sich besonders für die Frage, wie Unternehmen einen Kulturwandel hin zu Nachhaltigkeit und CSR vollziehen können. www.fairsociety.de

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