USA (© fotolia/eyetronic)
Tor zu einer neuen Welt – auch für Exporte? Die USA.

Jahrelang war Frankreich Zielland Nummer eins für deutsche Exporte, gefolgt von den USA. Diese „Ära“, wie sie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag nennt, ist nun zu Ende: Erstmals wurden mehr Waren in die USA ausgeführt.

2014 kamen noch Waren im Wert von knapp 102 Mrd. Euro aus Deutschland in Frankreich an, in den USA waren es 96 Mrd. Im ersten Halbjahr 2015 führen nun die USA die Tabelle an: Sie verzeichnen deutsche Einführen im Wert von 56 Mrd. Euro, ein Anstieg um 24 Prozent. Zum Vergleich: Die Exporte nach Frankreich konnten im gleichen Zeitraum um lediglich vier Prozent gesteigert werden, auf nunmehr 53,5 Mrd. Euro. Dr. Volker Treier, Außenhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), sieht darin einen länger anhaltenden Trend: „Der Aufstieg der USA an die Spitze ist keine Eintagsfliege – die werden sich vorerst oben festsetzen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.


Ein Grund für den Anstieg ist laut Treier das starke Wirtschaftswachstum in den USA. Komme das geplante Freihandelsabkommen TTIP, werde sich dieser Effekt noch verstärken. Aber auch die deutsche Exportstärke und der schwächelnde Euro trugen ihren Wert dazu bei. Letztendlich seien Amerikaner sehr preissensible Käufer – „auch, wenn es um Luxusprodukte wie deutsche Autos geht“, so Treier weiter. www.dihk.de