Die Bande könnten fester werden: Vorbehalte des Mittelstands gegenüber Private Equity scheinen abzunehmen. 61% können sich eine Beteiligung vorstellen.

Immer mehr Unternehmen können sich vorstellen, Private-Equity-Investoren ins Haus zu holen. Das ergab eine Umfrage der Prüfungsgesellschaft PwC, die dafür Geschäftsleitung und Führungsebene von Unternehmen mit 100 bis 3.500 Mitarbeitern befragte. 46% der Unternehmen hatten weniger als 500 Mitarbeiter, waren also mittelständisch geprägt.

61% der befragten Führungskräfte zeigen sich gegenüber einer Private-Equity-Beteiligung an ihrem Unternehmen aufgeschlossen. In der Umfrage von 2011 waren es noch 18%. Auch wird die Finanzierungsform immer bekannter: 2011 wussten gerade mal 9%, was genau unter Private Equity (PE) zu verstehen ist. 2013 waren dies immerhin gute 50%. 64% der Entscheider sind außerdem der Meinung, dass PE als Finanzierungsform in Deutschland immer wichtiger wird.

Auch scheinen die Unternehmen Vorbehalte bezüglich eines Kontrollverlustes durch Private-Equity-Investoren abzubauen: 44% gaben an, deswegen keine Eigenkapitalgeber ins Haus zu holen. 2011 waren es noch 65%. Als stärkstes Argument gegen PE-Gesellschaften gilt mittlerweile mangelnde Transparenz der Investoren (63%), dicht gefolgt von der fehlenden sozialen Kompetenz (58%).

Das schlechte Image von Private Equity aber bleibt: 45% gaben an, dass die Finanzierungsform für sie persönlich unter keinem guten Ruf steht. Genau die Hälfte der Befragten meint, dass dies auch in der Öffentlichkeit so ist. www.pwc.de