Kooperationen zwischen angestammten und jungen Unternehmen verlaufen oft enttäuschend. Gerade Start-ups stehen weiteren Projekten zwiegespalten gegenüber.

Von einer Symbiose zwischen dem Mittelstand und der Gründerszene kann noch keine Rede sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte. Beide Seiten beurteilen die bisherigen Erfahrungen unterschiedlich. Aufseiten der Start-ups ist ein erheblicher Anteil sogar enttäuscht von den bisherigen Projekten.


Als Hauptgrund für die ernüchternde Bilanz benennen die Experten unterschiedliche Unternehmenskulturen, vor allem bei der Organisation. Tendenziell streben Mittelständler eine langfristige Partnerschaft an, wohingegen Start-ups eher von einmaligen Projekten ausgehen. Auch bei der Erwartungshaltung zeigt sich offensichtlich eine Diskrepanz. Während sich Newcomer Impulse für ihren strategischen Kernbereich beziehungsweise finanzielle Ziele sowie die Kundenakquise erhoffen, nutzen Mittelständler die Zusammenarbeit eher für Randbereiche oder zukünftige Geschäftsmodelle. Die Studie zieht daraus den Schluss, dass die Mittelständler den möglichen Nutzen geringer skalieren und entsprechend eher zufriedener mit dem Ergebnis sind.

Insgesamt neigen Start-ups deshalb weniger zu neuen Kooperationen. Rund jeder zweite möchte auch künftig mit dem Mittelstand zusammenarbeiten, umgekehrt möchten zwei von drei Mittelständlern weiter Kontakt zu neuen Unternehmen suchen.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

Relevanz der Kooperation für das eigene Kerngeschäft. © Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Relevanz der Kooperation für das eigene Kerngeschäft. © Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft