Im Gesundheitsbereich soll der Beschäftigungsaufbau 2016 besonders stark ausfallen (© fotolia/Robert Kneschke)
Arbeit im Gesundheitsbereich: Hier soll der Beschäftigungsaufbau 2016 besonders stark ausfallen.

Der Beschäftigungsaufbau 2016 wird etwas geringer ausfallen als noch in diesem Jahr: Etwa 200.000 neue Stellen sollen neu hinzukommen. Das schätzt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in seiner Beschäftigungsprognose.

Der Mindestlohn hatte dem Dienstleistungssektor in diesem Jahr einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht: Durch ihn fiel der Beschäftigungsaufbau der Branche deutlich geringer aus. Das scheint nun überwunden. 80.000 neue Leute soll die Branche laut aktueller Beschäftigungsprognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) im nächsten Jahr einstellen. Sie wird damit vor allem Schwächen der Industrie ausgleichen. Für sie geht der DIHK von einem noch geringeren Beschäftigungsaufbau aus: Aufgrund der schlechteren konjunkturellen Lage sollen es nur rund 10.000 neuen Stellen sein. Ebenso viel neue Beschäftigte soll es im Baugewerbe und der IT- und Kommunikationsbranche geben. Im Gesundheits- und sozialen Bereich sollen es gar 50.000 neue Stellen sein – und das, obwohl diese beiden mit am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen sind. „Für die Gesundheits- und Sozialdienste ist er größtes Geschäftsrisiko – drei von vier Unternehmen nennen diese Sorge“, so Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK. Auch der Flüchtlingszustrom könne hier nur bedingt für einen Beschäftigungsaufbau sorgen – schließlich müssten die Personen erst noch eine entsprechende Ausbildung durchlaufen. Als Lösung schlägt Wansleben eine stärkere Einbeziehung von Frauen und Älteren im Arbeitsleben vor. Dafür seien aber bessere Betreuungsangebote sowie flexible Übergänge in die Rente notwendig. www.dihk.de