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Eine Studie der meistro Gruppe zeigt: Viele mittelständische Unternehmen wollen ihre Energieversorgung unabhängiger gestalten. Fehlende Kenntnisse über Förderprogramme und regulatorische Unsicherheit bremsen jedoch Investitionen.
Viele Unternehmen wollen unabhängiger von der klassischen Energieversorgung werden
Rund 40 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen berichten von Problemen mit ihrer Energieversorgung innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Fast jedes zweite Unternehmen verfolgt deshalb das Ziel, unabhängiger vom klassischen Strombezug zu werden.
Auch die grundsätzliche Investitionsbereitschaft ist vorhanden. Etwa ein Drittel der Unternehmen plant nach den Studienergebnissen Investitionen von bis zu 250.000 Euro in die eigene Energieversorgung. Weitere 23 Prozent rechnen mit Ausgaben zwischen 250.000 und 500.000 Euro.
Fehlende Kenntnis von Förderprogrammen erschwert geplante Investitionen
Ein wesentlicher Faktor ist jedoch die geringe Bekanntheit bestehender Förderangebote. 37 Prozent der Mittelständler geben laut Studie an, kein Förderprogramm für Investitionen in die eigene Energieversorgung zu kennen. Selbst der KfW-Förderkredit 270 ist nur gut einem Drittel der Unternehmen bekannt.
Gleichzeitig zeigt sich, dass eigene Energieerzeugung bereits verbreitet ist. 39 Prozent der Unternehmen produzieren eigenen Strom, vor allem über Photovoltaikanlagen. Eine systematische Versorgung des eigenen Energiebedarfs mit selbst erzeugter Energie verfolgen bislang allerdings nur 13 Prozent. Weitere 26 Prozent planen entsprechende Projekte innerhalb der kommenden zwölf Monate.
Regulatorische Vorgaben und fehlende Investitionssicherheit bleiben zentrale Hürden
Neben der mangelnden Orientierung bei Fördermöglichkeiten erschweren weitere Rahmenbedingungen die Umsetzung. 27 Prozent der Unternehmen nennen regulatorische Vorgaben als wesentliches Hindernis, 26 Prozent sehen fehlende Investitionssicherheit als Problem.
Auch die Bewertung der Energiepolitik fällt zurückhaltend aus. 49 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen die Energiepolitik der Bundesregierung negativ.
Die Studienergebnisse deuten damit auf eine Lücke zwischen dem Wunsch nach mehr Energieunabhängigkeit und der tatsächlichen Umsetzung entsprechender Projekte hin. Für Unternehmen spielen dabei neben den Investitionskosten insbesondere Planungssicherheit, verfügbare Förderangebote und regulatorische Rahmenbedingungen eine Rolle.








