Die türkische Medicana Health Group übernimmt das Jüdische Krankenhaus Berlin und steigt damit in den deutschen Krankenhausmarkt ein. Mit der Transaktion beginnt für den international tätigen Krankenhausbetreiber ein langfristiges Engagement in Deutschland. Die Übernahme soll die medizinische Versorgung am Standort stärken, Arbeitsplätze sichern und dem traditionsreichen Krankenhaus eine langfristige Perspektive bieten.
Neuer Eigentümer für traditionsreiches Berliner Krankenhaus
Das Jüdische Krankenhaus Berlin blickt auf eine rund 270-jährige Geschichte zurück und beschäftigt etwa 820 Mitarbeitende. Das Notfallkrankenhaus verfügt über 384 Betten und deckt zahlreiche medizinische Fachbereiche ab, darunter Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie. Ergänzt wird das Angebot durch ein Medizinisches Versorgungszentrum für radiologische Diagnostik und minimalinvasive Therapie.
Mit der Übernahme erweitert die Medicana Health Group ihre internationale Präsenz. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Istanbul wurde 1992 gegründet und betreibt nach eigenen Angaben 19 Krankenhäuser in der Türkei und im Ausland. Insgesamt beschäftigt die Gruppe mehr als 16.000 Mitarbeitende.
Übernahme im Oktober vollzogen
Der Übernahmevertrag wurde am 9. Juli 2026 unterzeichnet. Am 1. Oktober wurde die Transaktion vollzogen. Die i-unit group begleitete Medicana beim strategischen Markteintritt in Deutschland und unterstützte den Investorenprozess.
Die Medicana Health Group plant, die medizinische Versorgung am Berliner Standort nachhaltig zu stärken und die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern.
Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft begleitete Medicana umfassend rechtlich bei der Übernahme. Das standortübergreifende Team unter der Federführung von Dr. Thomas Halberkamp und Stefan Tolksdorf beriet das Unternehmen unter anderem bei der Due Diligence, den Vertragsverhandlungen und den regulatorischen Anforderungen.







