Das an der NASDAQ notierte KI-Unternehmen Brand Engagement Network, Inc. hat die Münchener Cataneo GmbH übernommen. Laut einer Pressemitteilung beläuft sich der Wert dieser Transaktion auf rund 19,5 Mio. USD. Die Gegenleistung für den Erwerb setzt sich aus Barmitteln sowie Aktien des Erwerbers zusammen. Durch diesen Schritt verstärkt der Käufer seine Marktposition an der Schnittstelle von Medieninfrastruktur und künstlicher Intelligenz.
Strategische Allianz für digitale Medien
Die Cataneo GmbH ist nach Angaben der Beteiligten insbesondere für ihre Softwareplattform Mydas bekannt. Diese Lösung unterstützt Medienunternehmen beim Anzeigenverkauf sowie bei der Sendeplanung und der Monetarisierung. Laut der Mitteilung bedient die Plattform mehr als 1.000 Medienmarken über 200 Kanäle auf vier Kontinenten. Dabei verwaltet das System ein jährliches Werbeinventar von über 6 Mrd. Euro. Die Integration der Software in die KI-Technologie von Brand Engagement Network, Inc. soll eine neue Gesamtlösung schaffen.
Der Erwerber verfolgt mit der Übernahme ein langfristiges Engagement auf dem europäischen Kontinent. Nach Angaben der Rechtsberater wurde hierfür eine spezielle grenzüberschreitende Zwischenholding-Struktur aufgesetzt. Diese Struktur dient als Grundlage für die künftigen Aktivitäten des US-Unternehmens in Europa. Laut der Mitteilung schafft der Zusammenschluss eine integrierte Lösung für datengesteuerte und interaktive Medienumgebungen. Das Ziel ist eine verbesserte Interaktion zwischen Unternehmen und Verbrauchern durch technologische Synergien.
Rechtliche und steuerliche Begleitung
Die Kanzlei Walberg & Cie. hat den Käufer bei der Transaktion gesellschafts- und steuerrechtlich beraten. Im Fokus stand laut dem Berater die Strukturierung der grenzüberschreitenden Akquisition sowie die Gestaltung der aktienbasierten Gegenleistung. Dr. Simon Sabel erklärte: „Die Übernahme von Cataneo verbindet etablierte Medieninfrastruktur mit innovativer KI-Technologie. Sie zeigt zugleich, dass deutsche Mittelstandsunternehmen mit technologischem Vorsprung begehrte Ziele für internationale Investoren sind“.
An der Umsetzung waren verschiedene spezialisierte Einheiten beteiligt. Marc Wiesner fügt hinzu: „Grenzüberschreitende Transaktionen mit US-börsennotierten Käufern und aktienbasierten Gegenleistungen erfordern eine enge Abstimmung zwischen deutschen und US-amerikanischen Rechtsberatern. Wir haben BEN gerne bei dieser transatlantischen Transaktion begleitet“. Für Fragen der Investitionskontrolle wurde die Kanzlei Rocan hinzugezogen. Die Kanzlei Buchalter unterstützte im Bereich des US-Kapitalmarktrechts. Dr. Sebastian Binder fasste zusammen: „Bei einer grenzüberschreitenden Investition kommt es auf eine sorgfältige steuerliche Strukturierung an. Wir freuen uns, BEN dabei mit einer durchdachten Lösung unterstützt zu haben“. Auf der Verkäuferseite war die Dr. Kleeberg & Partner GmbH beratend tätig.







