Insolvenzplan für Decor Druck Leipzig fix

Foto:© olga.ai_AdobeStock
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Die Decor Druck Leipzig GmbH stellt sich im Rahmen eines Insolvenzplanes neu auf. Insolvenzverwalter Christian Krönert hat die Verhandlungen mit den Investoren über eine Übernahme des Unternehmens erfolgreich finalisiert. Nach Angaben der Kanzlei Schultze & Braun wird eine Sanierung mittels eines Insolvenzplans angestrebt. „Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, so eine gute Lösung für Decor Druck Leipzig zu erzielen“, sagt Insolvenzverwalter Christian Krönert von Schultze & Braun. „Mit der Einigung über die Investorenvereinbarung und den angestrebten Insolvenzplan steht der Übernahme und Sanierung nun praktisch nichts mehr im Wege.“ Laut der Kanzlei ist der Insolvenzplan eine Art gerichtlicher Gesamtvergleich mit den Gläubigern. Das Verfahren soll die wirtschaftliche Basis des sächsischen Oberflächenspezialisten dauerhaft sichern. Der Insolvenzplan wird nach Angaben der Verantwortlichen noch im August beim Amtsgericht Leipzig eingereicht. Eine Zustimmung der Gläubiger gilt als wahrscheinlich.

Sicherung von Arbeitsplätzen

Das Traditionsunternehmen verfügt über mehr als 60 Jahre Industrie-Erfahrung bei der Herstellung von Dekorfolien für Möbel, Paneele, Türen und Leisten. Laut dem Insolvenzverwalter haben die Kunden dem Betrieb auch während der Krise die Treue gehalten. Dies habe eine sehr gute Basis für die Investorenersuche geboten. Ein Großteil der rund 50 hochqualifizierten Mitarbeitenden wird von den Investoren übernommen. Für die wenigen verbleibenden Beschäftigten werden sozialverträgliche Lösungen gesucht. „Wir sind dankbar für das Herzblut und die enorme Kompetenz, mit der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch über diese herausfordernde Phase hinaus immer für Decor Druck Leipzig da waren“, sagt Geschäftsführer Werner Stockhausen. Die Entscheidung für den Stellenabbau sei der Geschäftsführung nicht leicht gefallen. Das Management verspricht, den Austritt der betroffenen Personen rücksichtsvoll zu gestalten.

Ursachen der Schieflage

Der Betrieb ist historisch bedingt stark vom Russland-Geschäft abhängig gewesen. Nach Angaben der Geschäftsführung geriet das Unternehmen durch den Wegfall dieses Marktes infolge des Ukraine-Krieges und der Wirtschaftssanktionen in Schieflage. Neue Kunden in anderen Ländern konnten die Umsatzeinbußen nicht adäquat kompensieren. Laut dem Bericht führten zudem die Krise der Bauwirtschaft sowie gestiegene Preise für Material und Energie zu hohen Kostenbelastungen.

Autorenprofil

Als Redakteur der Unternehmeredition berichtet Alexander Görbing regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Restrukturierungen, Insolvenzen, M&A-Prozesse, Finanzierungen und Unternehmensnachfolgen.

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