Die Friedrich Vorwerk Unternehmensgruppe übernimmt den Geschäftsbetrieb der insolventen Meter-Q Solutions GmbH. Nach dem Insolvenzantrag sichert ein Investor den Fortbestand des Analyse- und Messspezialisten für Wasserstoff und Erdgas. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Alexander Eggen bleibt der Standort Friedberg erhalten. Zudem bleiben 15 von 17 Arbeitsplätzen der Belegschaft gesichert. Die Übernahmelösung gilt vorbehaltlich der Zustimmung der Gläubigerversammlung. Laut Alexander Eggen ist die Fortführung des Geschäftsbetriebs gelungen. Das Unternehmen zählt zu den wenigen Spezialisten der kritischen Infrastruktur in Deutschland.
„Wir haben den Geschäftsbetrieb im Insolvenzverfahren fortgeführt und damit die Möglichkeit geschaffen, dass Meter-Q mit seinen Kernkompetenzen im Bereich der Analyse und der Messungen für Wasserstoff und Erdgas auch künftig am Markt aktiv sein kann. Mit der FRIEDRICH VORWERK Unternehmensgruppe haben wir einen Partner gefunden, der aus der Branche stammt und für den die Fachexpertise und die Produkte von Meter-Q eine perfekte Ergänzung sind. Darüber und dass wir mit der nun gefundenen Lösung wichtiges Know how für die Energiewende in Deutschland erhalten können, freuen wir uns sehr. In ganz Deutschland gibt es nur drei Unternehmen in diesem Bereich“, sagt Alexander Eggen, der den Frankfurter Standort der Kanzlei Schultze & Braun leitet.
Erweiterung des Leistungsportfolios
Durch den Einstieg erweitert der Erwerber das eigene Angebot. Laut Tim Hameister, CFO der Unternehmensgruppe, bringt der Standort Friedberg eine hochqualifizierte Belegschaft ein. „Durch die Übernahme des Standorts Friedberg und der hochqualifizierten Belegschaft dort können wir das Angebot unserer Gruppe um einen entscheidenden Bereich erweitern. Wie FRIEDRICH VORWERK steht auch Meter-Q für hohe technologische Kompetenz, starke Innovationskraft und partnerschaftliche Zusammenarbeit“, sagt Tim Hameister. „Wir freuen uns über die neuen Kolleginnen und Kollegen, die uns auf jeden Fall bereichern werden. Wir sind als Unternehmensgruppe seit vielen Jahrzehnten auf komplexen Rohrleitungs- und Anlagenbau spezialisiert und haben unser Know-how in den Bereichen Gas- und Wasserstofftechnologie in der VORWERK Gas Technology GmbH gebündelt, die als innovativer Technologiepartner innerhalb der FRIEDRICH VORWERK Unternehmensgruppe tätig ist.“
Hintergründe zur Liquiditätslücke
Das Anfang 2014 gegründete Unternehmen Meter-Q fertigt mobile Mess- und Analyseanlagen. Zum Portfolio gehören Lösungen für Erdgasspeicher, Erdgasverteileranlagen und Biogasanlagen. Das Unternehmen stellt Gasmesssysteme her, eicht diese und übernimmt die Wartung. Die Systeme sind bei fast allen Netzbetreibern im Einsatz. Nach Angaben des Insolvenzverwalters führten lange Projektlaufzeiten zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Durch Vorfinanzierungen aus eigenen Mitteln entstanden Ausgaben ohne zeitnahe Einnahmen. Dies führte zu einer Liquiditätslücke. Der Erwerber Friedrich Vorwerk beschäftigt an 15 Standorten in Deutschland und Europa mehr als 2.400 Mitarbeiter. Die Fachexpertise im Bereich Gas und Wasserstoff Bündelt die Gruppe in der Vorwerk Gas Technology GmbH.
Integration in den Konzern
Der Erwerber ist seit über sechs Jahrzehnten im komplexen Rohrleitungs- und Anlagenbau aktiv. Mit dem Vollzug der Übernahme agiert der Betrieb in Hessen künftig unter dem Dach des Konzerns. Der Sanierungsschritt sichert die Versorgung der Netzbetreiber mit Messtechnik. Die Gläubigerversammlung muss dem Verkauf noch zustimmen. Die Weichen für die Zukunft des hessischen Betriebes sind damit gestellt. Mit der neuen Struktur gewinnt der Betrieb finanzielle Stabilität. Die Projekte können wie geplant fortgeführt werden. Die Partnerschaft stärkt die Position im Markt für Gas- und Wasserstofftechnologie nachhaltig.







