Die Franz Brunnhuber Automobile GmbH & Co. KG beantragt ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das zuständige Amtsgericht in Augsburg hat die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Das Autohaus nutzt diesen rechtlichen Rahmen für eine Neuaufstellung. Es will sich damit nun sehr nachhaltig für die Zukunft rüsten. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens läuft währenddessen in vollem Umfang weiter. Dies gilt für den Verkauf und sämtliche Serviceleistungen der Werkstatt. Auch das Teilegeschäft am Standort in der Hessenbachstraße bleibt bestehen. Nach Angaben des Unternehmens finden vereinbarte Werkstatttermine wie geplant statt. Fahrzeugauslieferungen stimmt der Betrieb jedoch individuell mit den jeweiligen Käufern ab.
Herausforderungen durch Leasingrückläufer
Das inhabergeführte Autohaus blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück. Der Betrieb vertreibt die Marken Opel und Jeep sowie spezielle Crosscamp Reisemobile. Der Kfz-Meisterbetrieb wurde im Jahr 1926 in Augsburg gegründet. Dort hat sich die Firma einen festen Kundenstamm aufgebaut. Ein Schwerpunkt der aktuellen Sanierung liegt auf dem Fahrzeugbestand. Probleme bereiten hier insbesondere Leasingrückläufer aus Verträgen der vergangenen Jahre. Die derzeit erzielbaren Verkaufspreise bleiben teilweise hinter den kalkulierten Rückkaufwerten zurück. Künftig sollen diese Fahrzeuge deutlich schneller auf dem Markt vermarktet werden. Zudem will die Geschäftsführung interne Abläufe spürbar verbessern. Dies betrifft die Ablösung sowie die Zulassung und die Auslieferung. Das Unternehmen will dadurch die Kapitalbindung spürbar verringern. Gleichzeitig soll die Liquidität des Autohauses nachhaltig gestärkt werden.
Gespräche mit potenziellen Investoren
Ziele der laufenden Umstrukturierung
Gemeinsam wollen die Beteiligten nun eine langfristige Lösung erarbeiten. Diese Lösung soll den Geschäftsbetrieb sichern und Arbeitsplätze dauerhaft erhalten. „Wir haben uns frühzeitig und bewusst für die Eigenverwaltung entschieden“, sagt Brunnhuber. Dies gebe die Möglichkeit, das Autohaus aus eigener Verantwortung zu stabilisieren. Das Ziel sei es, als leistungsfähiger Mobilitätspartner in Augsburg erhalten zu bleiben. Das Autohaus setzt auf eine offene Kommunikation mit allen Geschäftspartnern. Dazu zählen Lieferanten sowie die Fahrzeughersteller und die Finanzierungspartner des Betriebs. Die Geschäftsführerin betont den starken Zusammenhalt innerhalb der gesamten Belegschaft. „Die Erfahrung, die Loyalität und der Einsatz unserer Mitarbeiter sind eine wesentliche Grundlage für die Fortführung“, erklärt die Geschäftsführerin. Das Jubiläumsjahr im Jahr 2026 soll nun für die Wende genutzt werden. Die Firma will gestärkt aus diesem rechtlichen Prozess hervorgehen. Dies soll den Fortbestand des Augsburger Traditionsunternehmens langfristig absichern.







