Die Qual der Wahl: Es gibt Qualitätsaktien, man muss sie nur finden (© fotolia/Gundolf Renze)
Die Qual der Wahl: Es gibt Qualitätsaktien, man muss sie nur finden.

Jetzt helfen nur noch Qualitätsaktien: Zum ersten Mal seit dem Bestehen der Währungsunion und der Bundesrepublik Deutschland liegt der wichtigste Leitzins bei null. Eine Rendite über Anleihen ist so nicht mehr möglich.

Die jüngste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung immer weiter erodierender Zinssätze, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Unabhängig von der eher wirtschaftstheoretischen Frage, ob und inwieweit die Nullzinspolitik, die in der Realität der Märkte an vielen Stellen bereits negative Renditen mit sich bringt, marktwirtschaftliche Prinzipien aushebelt, hat sie in der Praxis bereits gravierende Auswirkungen. Und zwar für all jene, die ihr Vermögen langfristig auf möglichst risikofreie Art zumindest erhalten möchten, inflationsbereinigt und nach Steuern, versteht sich. Staatsanleihen, von jeher ein sicherer Hafen für Anleger zur Absicherung des eigenen Vermögens, aber auch klassische Anlageformen wie Tages- und Festgeld werden auf unabsehbare Zeit diesen realen Vermögenserhalt nicht mehr garantieren können, da sie nur noch Zinsen im Zehntelprozentbereich oder sogar negative Renditen erwirtschaften. Diese Situation dürfte sich noch verschärfen, denn nach Aussagen der EZB wird sich an der aktuellen Situation auch mittel- bis langfristig nichts ändern. Das bedeutet: Ein „Aussitzen“, also Abwarten, bis das Zinsniveau für Anleger wieder attraktiver wird, ist unter diesen Umständen keine Option.


Die meistgestellten Fragen, mit denen Vermögensverwalter in diesen Tagen konfrontiert werden, lauten folgerichtig: Wie kann man den aktuellen Anlagenotstand sinnvoll überwinden bzw. überbrücken? Wo gibt es, abseits der üblichen Anlageformen, noch risikoarme Alternativen mit positiven Renditen?

Eine der besten Antworten ist und bleibt ein Evergreen der Vermögensverwaltung: die Qualitätsaktie. Der Grundgedanke dabei ist seit jeher derselbe: Einzelwerte aus bewährten Industrien kaufen und halten, Markt und Zeit für sich arbeiten lassen und jährlich eine stattliche Dividende einfahren.