BHF Flexible Allocation FT: „Erholung bei hohen Schwankungen“

Sven Madsen verwaltet den BHF Flexible Allocation FT (© FRANKFURT-TRUST Investment-Gesellschaft mbH)
Verwaltet den BHF Flexible Allocation FT: Sven Madsen.

Sven Madsen, Manager des vermögensverwaltenden Mischfonds BHF Flexible Allocation FT, über seinen Anlagestil, Dividendentitel und die weitere Entwicklung des Marktes. 

Herr Madsen, seit 1. Juli verantworten Sie den BHF Flexible Allocation FT. Was hat sich seitdem verändert?

Madsen: Im Grunde gab es keine Änderungen. Die wichtigsten Inputfaktoren sind fundamentale Daten, monetäre Daten sowie die Marktpsychologie. Die Selektion oblag vorher schon den Personen, die den Fonds auch jetzt managen. Auch der Anlagestil ist der Gleiche geblieben. Wir fokussieren uns auf Qualitätsunternehmen mit soliden Bilanzen, geringer Konjunkturabhängigkeit, guter Marktpositionierung und erfolgreichem Management. Die Aktienquote darf zwischen 20 und 100 Prozent des Fondsvermögens liegen.

Wie hoch ist momentan die Aktienquote im Fonds?

Der flexible Investmentansatz ermöglicht es uns, die Aktienquote kurzfristig zu ändern. Nach der ausgebliebenen Zinserhöhung in den USA haben wir die Quote direkt von 80 auf 55 Prozent gesenkt, sie zuletzt aber wieder leicht angehoben. Auch wenn wir an den Aktienmärkten eine Übertreibung nach unten sehen, beobachten wir das Marktgeschehen genau, um festzustellen, ob sich das globale Wirtschaftswachstum deutlicher abschwächt, als von uns bislang erwartet.

Welche Schutzmechanismen haben Sie?

Beim BHF Flexible Allocation FT nehmen wir grundsätzlich keine Leerverkäufe bei Aktien vor, nutzen allerdings Futures, um schnell reagieren und die Aktienquote flexibel steuern zu können. Aktuell haben wir dies mit DAX-Futures umgesetzt, da der deutsche Aktienmarkt durch die Turbulenzen in China überproportional stark betroffen ist.

Wo sollten Unternehmer aktuell ihr Geld anlegen?

Das hängt maßgeblich von der Risikotoleranz und dem Anlagehorizont ab. Entscheidend ist, Investments zu tätigen, die man selbst versteht, und bei denen man das maximale Verlustrisiko einschätzen kann. Aktuell präferieren wir Aktien und hier insbesondere Titel aus weniger zyklischen Sektoren. Hierzu zählen für uns unter anderem die Pharmabranche und Teilbereiche des Konsumsektors. Auch ausgewählte Technologietitel sind derzeit günstig bewertet.