Der neue Berater schwimmt gegen den Strom (© fotolia/Jörg Lantelme)
Nicht einer unter vielen: Der neue Berater schwimmt gegen den Strom.

Berater kommen oft plump daher: „Wir wissen genau, was Sie brauchen! Schauen Sie doch bitte einfach mal in unser Portfolio, dort sehen Sie sofort, was wir Ihnen anbieten können“ – solche Aussagen sind leider ziemlich nutzlos. 

Woran liegt es, dass Unternehmensberatung oft gleichgesetzt wird mit Hochglanzbroschüren, Powerpoint-Präsentationen und theoretischen Ansätzen? Oftmals daran, dass Unternehmen Beratung als überflüssig und praxisfern erleben. Beratung ist gut, wenn das Ergebnis einen merkbaren Mehrwert darstellt und der Kunde zufrieden ist. Ein guter Berater ist in der Lage, seinen Auftraggeber dabei zu unterstützen, sein Ziel zu erreichen. Entscheidend ist, dass als Basis für eine unterstützende Begleitung von außen dieses Ziel klar definiert wird.

Eine erfolgreiche Veränderung innerhalb einer Organisation bedarf der professionellen Prozessbegleitung – von der Analyse des Ist-Zustands über die Umsetzung bis hin zur Erfolgsmessung. Einzelne Maßnahmen ohne genaue Kenntnisse des Gesamtbilds sind in der Regel nutzlos. Ein Beratungsziel verlangt immer maßgeschneiderte Lösungen, denn kein Unternehmen ist identisch mit dem anderen. Nur wenn es der Berater schafft, sich in die Situation des zu beratenden Unternehmens hineinzuversetzen, kann Beratung erfolgreich gelingen.

Begegnung auf Augenhöhe

Deshalb wird ein guter Berater nicht mit einer Broschüre mit vorgefertigten Lösungen in ein erstes Gespräch kommen. Stattdessen wird er mittels klärender Fragen in einen Dialog mit dem Auftraggeber eintreten. Gemeinsam wird festgelegt, mit welchen Prioritäten an die Lösungsentwicklung herangegangen wird, wer mitwirken soll und bis wann erste Ergebnisse erreicht werden können. Der Gesamtprozess wird laufend beobachtet und auf Basis der sich ergebenden Zwischenergebnisse gegebenenfalls angepasst.

Der Beratungsprozess gelingt immer dann erfolgreich, wenn der Berater ein Selbstverständnis hat, das neben der Fachkenntnis die souveräne Begegnung mit dem Unternehmer auf Augenhöhe einschließt. Folgende Leitsätze sind möglich: