Wo sind die Wachstumsmärkte?

Schöner Schein: Südostasiatische Länder sind schwierige Wachstumsmärkte (© fotolia/anekoho)
Schöner Schein: Südostasiatische Länder sind schwierige Wachstumsmärkte.

Europas Top-Unternehmen haben 2013 bereits ein Drittel ihres Umsatzes in den aufstrebenden Schwellenländern erwirtschaftet – 2,8-mal mehr als noch im Jahr 1997. Allerdings ist der Weg in die neuen Wachstumsmärkte nicht ohne Herausforderungen. 

Unternehmen stehen bei ihren internationalen Expansionen und dem Eintritt in neue Wachstumsmärkte vor zahlreichen Fragen. Häufig verursacht das fehlende Verständnis für die Eigenheiten der Zielmärkte erhebliche Startschwierigkeiten. Teils versuchen sogar äußerst erfolgreiche Weltmarktführer, einfach ihr bisheriges Geschäftsmodel vom Heimatmarkt in den Zielmarkt zu kopieren. Dadurch scheitern häufig die Markteintritte oder enden mit deutlich höheren Investitionskosten. Auch zeigt sich, dass nicht alle typischen Wachstumsmärkte für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet sind. Indien beispielsweise enttäuschte, trotz riesigen Wachstumspotenzials, viele Unternehmen aufgrund des schwierigen Marktumfeldes und lähmender Bürokratie. In den Ländern Südostasiens erschweren Grauimporte und Plagiate den Markteintritt. Vor allem Unternehmen aus den Industrieländern haben Schwierigkeiten, ihre teuren und hochinnovativen Produkte dort abzusetzen.

Schwierige Wachstumsmärkte

Die Wahl der richtigen Zielmärkte, der passende Standort, die erforderliche Infrastruktur oder der aufrichtige Geschäftspartner vor Ort – viele Aspekte spielen beim erfolgreichen Aufbau der Auslandsgesellschaft eine Rolle. So bevorzugen viele Unternehmen den Kauf eines lokalen Unternehmens oder schließen eine Partnerschaft (Joint Venture) mit einem lokalen Partner ab. Was aber, wenn man das falsche Unternehmen überteuert kauft oder der Partner im Markt eine negative Reputation hat? Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass, wenn sie erst relativ spät in bestimmte Wachstumsmärkte oder eine Region expandieren, die A+Partner oder profitable Unternehmen bereits von anderen internationalen Unternehmen gekauft oder vertraglich gebunden sein können.