Strümpfe von Falke (© Falke KGaA)
Strümpfe von Falke: Mit ihnen fing alles an.

Wer Strümpfe ausschließlich für ein vernachlässigbares Kleidungsstück hält, ist bei Falke denkbar falsch: Das Familienunternehmen aus Schmallenberg im Sauerland macht aus dem Kleidungsstück ein hippes Trendprodukt. Knallbunt oder halterlos, edel oder poppig gemustert. 2013 setzte die Falke-Gruppe 226 Mio. Euro um. 44 Prozent davon im Ausland.

Am Stammsitz in Schmallenberg, in Dorfchemnitz, Portugal, der Slowakei, Südafrika und Serbien beschäftigt die Gruppe weltweit insgesamt 3.200 Mitarbeiter. Dabei geht es in der Hauptsache noch immer um Strümpfe, aber nicht mehr ausschließlich. Pullover, Bodys sowie Sportfunktionswäsche gibt es mittlerweile ebenso. Auch hier gilt: Der Lifestyle-Anspruch wird betont. Im allerschönsten Marketing-Sprech liest sich das dann so: „Die Falke-Szene ist von polyglotten Weltenbummlern, eigensinnigen Individualisten, neugierigen Entdeckern, fanatischen Perfektionisten, feinfühligen Kreativen und unverbesserlichen Schöngeistern bevölkert. Ihre Bilderwelt, ihre Wohnkultur und ihre Kleidung sind sichtbarer Ausdruck ihres Instinktes. Unsere Gesinnungsfreunde erwarten die perfekte Übersetzung ihres ästhetischen Verständnisses von moderner Kleidung.“

Das gilt auch für die Marke Burlington, die 2008 erworben wurde. Mit dem unverkennbaren Argyle-Muster schottischen Ursprungs sei sie die perfekte Ergänzung

Modisches Design (© Falke KGaA)
Modisches Design: Lifestyle steht im Mittelpunkt. (© Falke KGaA)

zum bestehenden Falke-Portfolio. Auch Burlington wird als Marke mit konsequentem Premiumanspruch als „internationale, innovative Lifestylemarke“ geführt: „Kosmopolitisch und von stilvoller Modernität zeigt sich Burlington unter dem Dach von Falke – als Ausdruck eines besonderen Lebensstils, der ‚Brit Style’ international interpretiert und spielerisch, ironisch mit Tradition agiert“, heißt es dazu vom Unternehmen.

Dachdecker als Gründer

Die Gründung des Unternehmens geht auf das Jahr 1895 zurück und war weit weniger mondän: Der Dachdecker Franz Falke-Rohen arbeitete in den Wintermonaten als Saisonstricker, bis er seine eigene Strickerei gründete. Schon 1902 übernahm sein Sohn Franz Falke jun. die Leitung des kleinen Unternehmens, das sich kontinuierlich entwickelte. 1918 erfolgte die Übernahme einer Woll- und Haargarnspinnerei in Schmallenberg, kurz darauf wurde eine Fabrikation mit neuen Strumpfmaschinen aufgebaut. 1928 beschäftigte Falke bereits 800 Mitarbeiter. In den 1950er-Jahren startete das Unternehmen in 3. Generation durch: Die Wort-Bild-Marke mit dem weißen Greifvogel auf rotem Grund wurde entwickelt, das Geschäft internationalisiert. Heute gibt es Falke-Produkte auf allen Kontinenten.

Die Kundengruppe, auf die Falke abzielt, will das Unternehmen über Design und Qualität abholen, aber auch imagebildende Faktoren wie Umweltschutz und Mitarbeiterführung werden bedacht. So lege man größten Wert auf die Umweltverträglichkeit der Produkte, heißt es. Entsprechende Vorkehrungen seien daher auch bei den Zulieferern veranlasst worden: Falke hat von allen Lieferanten Bestätigungen eingeholt, dass die gelieferten Erzeugnisse unbedenklich sind. Mittlerweile sind diese Vorgaben fester Bestandteil der Lieferbedingungen geworden und werden kontinuierlich geprüft.