Playmobil schließt Produktionsstandort in Dietenhofen

Die Horst Brandstätter Group plant, die Produktion der Marke Playmobil vom Standort Dietenhofen auf andere Werke zu verlagern.
Foto: © Horst Brandstätter Group

Die Horst Brandstätter Group plant, die Produktion der Marke Playmobil vom Standort Dietenhofen auf andere Werke im bestehenden Produktionsnetzwerk zu verlagern. Wie das Unternehmen mitteilte, sei es das Ziel, auf diese Weise Effizienzpotenziale zu heben und Synergien innerhalb des Konzerns zu nutzen. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf den zunehmenden Kostendruck in Deutschland.

Investitionen in Innovation und Produktentwicklung

Parallel zur strukturellen Neuausrichtung investiert die Horst Brandstätter Group gezielt in Innovation und Produktentwicklung: Mit der erfolgreichen Neuvorstellung von „Playmobil hi!“ auf der diesjährigen Spielwarenmesse hat Playmobil seinen Anspruch unterstrichen, durch neue Produktkonzepte, technologische Weiterentwicklung und eine konsequente Produktoffensive nachhaltig zu wachsen.

Standorte der Verwaltung und Logistik nicht betroffen

Von der Produktionsverlagerung sind rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Dietenhofen betroffen. Der Standort bleibt mit der Fertigung der Marke Lechuza weiterhin als Teil der Produktionsstruktur der Horst Brandstätter Group erhalten. Unverändert bleiben die Standorte der Logistik in Herrieden und der Verwaltung in Zirndorf einschließlich Marketing und Produktorganisation der Marke Playmobil.

Schritt soll Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten

Die Entscheidung folgt auf Basis einer umfassenden Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In den vergangenen Jahren sind die Produktionskosten in Deutschland deutlich gestiegen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Marke Playmobil langfristig zu sichern und die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmensgruppe zu gewährleisten, werde die Fertigung samt Produktionsanlagen in den kommenden Monaten verlagert, hieß es in der Mitteilung.

Verlagerung soll bis Ende Juni abgeschlossen sein

Die Belegschaft sei am 3. Februar in einer außerordentlichen Versammlung über die Veränderungen informiert worden. Der konstruktive Austausch mit der Arbeitnehmervertretung habe bereits begonnen. Die Unternehmensleitung werde gemeinsam mit dem Betriebsrat über eine sozialverträgliche Umsetzung verhandeln, einschließlich der Einrichtung einer Transfergesellschaft.

Die Produktionsverlagerung soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Autorenprofil

Als Chefredakteurin der Unternehmeredition berichtet Eva Rathgeber regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen.

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