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Weitreichende Folgen: Der Russland-Ukraine-Konflikt wirkt sich weiter auf das Geschäft aus.

Die Sanktionen gegen Russland wirken: Sowohl diesseits als auch jenseits der deutsch-russischen Grenze. Nun trägt auch die schlechter werdende Wirtschaftslage in dem Nachbarland ihren Teil dazu bei.

Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) waren die Exporte nach Russland bereits im letzten Jahr aufgrund der Ukraine-Krise und den damit einhergehenden Sanktionen um 17 Prozent zurückgegangen. Im Mai 2015 belief sich das Minus der Exporte bereits auf 30 Prozent. Geht das so weiter, können deutsche Maschinenbauer laut VDMA in diesem Jahr lediglich Waren im Wert von 4,5 Mrd. Euro nach Russland liefern – zwei Mrd. weniger als 2014. „Mit den Gütersanktionen direkt ist dieser Einbruch definitiv nicht zu erklären“, sagt Ulrich Ackermann, Leiter Außenwirtschaft beim VDMA, zu den Zahlen. Hauptursachen seien vielmehr Rubelverfall, Ölpreis und die schlechte Wirtschaftslage in dem Nachbarland.

Erst vor Kurzem hat der VDMA seine Produktionsprognose für 2015 von zwei auf null Prozent herunterrevidiert. Grund dafür waren veränderte Branchen-Indizes des Statistischen Bundesamtes: Demnach wurden bereits von Januar bis Mai 2015 2,5 Prozent weniger Maschinenbau-Güter produziert als im Vorjahr. www.vdma.org