Private Equity halten Unternehmen länger

Was lange währt: Die Private-Equity-Branche verfolgt stärker strategische Ziele.
Was lange währt: Die Private-Equity-Branche verfolgt stärker strategische Ziele.

Finanzinvestoren halten deutsche Unternehmen heute länger im Portfolio als noch vor zehn Jahren. Das geht aus dem Private Equity Exit-Report der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hervor. Dabei wird auch nach unterschiedlichen Branchen differenziert. So ist die Haltedauer im Bereich Essen & Landwirtschaft mit durchschnittlich 5,1 Jahren wesentlich länger als im Immobiliensektor mit 3,2 Jahren.

Über alle Branchen hinweg betrug die Haltedauer im untersuchten Zeitraum 4,7 Jahre. Für den Zeitraum ab 2009 hat sich diese auf 5,3 Jahre erhöht. Die signifikante Veränderung ist laut Studie auf eine neue Private-Equity-Story zurückzuführen. So geben neun von zehn Branchenmanager an, eine Buy-and-Build-Methode zu verfolgen. Die Optimierung des Leverage-Effekts und damit die rein finanzielle Betrachtung spiele dagegen nicht mehr die entscheidende Rolle. Gerade bei klassischen Firmenübernahmen sei deshalb der schnelle Exit die Ausnahme.
Die Studie beleuchtet daneben die Exit-Strategie von Private-Equity-Gesellschaften im Zeitraum 2004 bis April 2017. Mehr als jedes zweite Portfoliounternehmen wurde dabei an einen strategischen Investor veräußert, rund ein Drittel ging an andere Finanzinvestoren.

Insgesamt hat sich die Anzahl der jährlichen Deals tendenziell immer mehr erhöht. Während bis 2010 bis auf ein Ausnahmejahr weniger als 100 Transaktionen getätigt wurden, hat sich das Niveau in den vergangenen Jahren bei um die 150 Deals eingependelt.

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