Begehrtes Deutschland: Vor allem angelsächsische Investoren engagieren sich.
Begehrtes Deutschland: Vor allem angelsächsische Investoren engagieren sich.

Immer mehr ausländische Investoren stecken ihr Geld in deutsche Unternehmen. Das ergibt eine Analyse der Prüfungsgesellschaft PwC. Vor allem angelsächsische Investoren sind hierzulande aktiv.

Insgesamt 38 Mrd. Euro investieren ausländische Investoren dieses Jahr in Deutschland. Ihr Anteil beträgt damit 82 Prozent am M&A-Geschehen, zehn Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr. Auch die Anzahl der Deals steigt voraussichtlich erstmals seit 2011 wieder an: Wurden letztes Jahr 557 Deals angekündigt, sind es 2014 knapp 600. Das ergibt die Studie „Destination Deutschland. M&A-Aktivitäten ausländischer Investoren 2014“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Am meisten wird in Industrie, Konsumgüter/Handel und in Hightech investiert.

Vor allem Investoren aus dem angelsächsischen Raum wissen die Stärken deutscher Unternehmen zu schätzen: Sie waren für mehr als ein Drittel der grenzüberschreitenden M&A-Deals verantwortlich. US-amerikanische Unternehmen und Private-Equity-Investoren steckten 7,4 Mrd. Euro in deutsche Unternehmen, britischen Investoren 9,4 Mrd. Euro. Vor allem großvolumige Deals sind für Private-Equity-Investoren interessant: Von den zehn Mega-Deals mit einem Gesamtvolumen von 21 Mrd. Euro waren sie in sechs Fällen beteiligt. Große Deals waren vor allem der zwischen Constantin und Sky Deutschland sowie der Verkauf der RWE-Tochter Dea an einen russischen Konzern. Doch auch die BRIC-Staaten tummeln sich vermehrt in Deutschland: Sie kündigten 2014 47 Deals an, nach 42 im Jahr 2013 und 40 2012. Ihr Fokus liegt laut PwC aber eher auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, weshalb ihr Anteil am Dealvolumen nur 2,3 Prozent ausmacht. www.pwc.de