Die Zeiten der zweistelligen Wachstumsraten sind vorbei: China setzt auf Strukturreformen.

Die chinesische Regierung will das Wirtschaftswachstum nicht unter die Marke von 7% fallen lassen. Das meldet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die dpa. Chinesische Staatsmedien zitierten Ministerpräsident Li Keqiang, der versichert haben soll, dass die Untergrenze für wirtschaftliche Entwicklung bei 7% liege. Li plane demnach die Schaffung einer „gemäßigt wohlhabenden Gesellschaft“ bis 2020. Dafür darf die Inflation die Marke von 3,5% nicht überschreiten und die Wirtschaftsentwicklung muss bei mindestens 7,5% liegen. Deshalb dürfe das Wachstum nicht unter 7% fallen. Dieses Ziel wird laut chinesischer Regierung dieses Jahr erreicht; vor einer Woche wurde die offizielle Wirtschaftsprognose veröffentlicht, die von einem Wachstum um 7,5% ausgeht. Der Wert bedeutet dennoch einen steilen Abfall im Vergleich zu den Wachstumsraten der vergangen Jahre: Bereits im letzten Jahr konnte die chinesische Wirtschaft nur um 7,8% expandieren. Nach Boom-Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten war das der niedrigste Wert seit 1999.