Natursteinwerk Theuma erhält Perspektive für Neustart

Wood Texture With Natural Pattern.

Bildnachweis: Depositphotos.

Für das Natursteinwerk Theuma ist eine Fortführungslösung gefunden. Drei Gesellschaften aus einer Investorengruppe übernehmen die Vermögenswerte und die Betriebserlaubnis der ehemaligen Betriebsgesellschaft und wollen den Abbau des weltweit einzigartigen Theumaer Fruchtschiefers wieder aufnehmen.

Investorengruppe will Fruchtschiefer-Abbau wieder aufnehmen

Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig von Schultze & Braun hat mit den Übernehmern eine Einigung erzielt. Ziel der Investorengruppe ist die Wiederaufnahme des Fruchtschiefer-Abbaus und damit die Fortführung der mehr als 125-jährigen Tradition des Steinbruchs. Zum Zeitpunkt der alternativlosen Betriebseinstellung im Januar 2026 waren beim Natursteinwerk Theuma rund 30 Mitarbeitende angestellt. Für ehemalige Mitarbeitende sollen wieder Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen, zudem sind weitere Arbeitsplätze möglich.

Geschäftsbetrieb nach drei Jahren eingestellt

Herzig hatte den Geschäftsbetrieb seit dem Insolvenzantrag im Frühjahr 2023 mehr als zweieinhalb Jahre fortgeführt. Die Umsatzerlöse lagen in den Jahren vor dem Insolvenzantrag (2023) zwischen 3,5 und knapp vier Millionen Euro. Ende Januar 2026 musste der Betrieb aufgrund der wirtschaftlichen Situation und rückläufiger Aufträge in der Bauwirtschaft eingestellt werden. Die Mitarbeitenden erhielten Kündigungen. Trotz der Betriebseinstellung setzte der Insolvenzverwalter die Suche nach einer Fortführungslösung fort. Dabei spielten insbesondere die bestehenden Genehmigungen eine wichtige Rolle, da die Grundstücke nicht zum Vermögen der Betriebsgesellschaft gehörten.

Theumaer Fruchtschiefer als Baustoff

Das Natursteinwerk Theuma ist auf den Abbau, die Verarbeitung und den Einbau des Theumaer Fruchtschiefers spezialisiert. Der witterungsbeständige Naturstein wird unter anderem für Bodenbeläge, Treppen, Fassaden und Wandverkleidungen eingesetzt. Zu den bekannten Bauwerken mit Theumaer Fruchtschiefer zählen unter anderem das Abgeordnetenhaus des Deutschen Bundestags in Berlin und das Residenzschloss in Dresden.

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Eva Rathgeber ist Chefredakteurin der Unternehmeredition und verfügt über langjährige Erfahrung in Journalismus, PR und Unternehmenskommunikation. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Investitionen, Private Equity, M&A, Nachfolge, Digitalisierung und Innovation.

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