In den vergangenen Jahren ist das Konzept einer langfristigen Strategieformulierung bei vielen Unternehmern in eine Krise geraten. Laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH haben die Corona-Pandemie und globale Konflikte diese Entwicklung maßgeblich verstärkt. Viele Entscheidungsträger berichten nach Angaben der Beratung von einer Rückkehr zum operativen Fahren auf Sicht. Erratisches Verhalten in der Wirtschaftspolitik und fehlende Planungssicherheit erschweren laut der Studie die Mehrjahresplanung. Manche Unternehmen lehnen diese sogar als im Augenblick der Erstellung bereits veraltet ab. Die empirische Untersuchung zeigt jedoch klare Vorteile für Betriebe mit flexiblem strategischem Management auf. Solche Unternehmen agieren laut der Studie erfolgreicher am Markt und sichern Umsatz sowie Ertrag besser. Die Resilienz in Krisenphasen ist bei strategisch gut aufgestellten Firmen signifikant höher. Dies belegt die Relevanz einer systematischen Zukunftsgestaltung unter Unsicherheit.
Reifegradmodell analysiert Managementqualität
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Erhebung unter 116 Familienunternehmen des gehobenen Mittelstands. Dr. Wieselhuber & Partner GmbH hat hierfür ein Reifegradmodell entlang von vier Dimensionen entwickelt. Diese Dimensionen umfassen die strategische Steuerung sowie die Unsicherheitskompetenz der Betriebe. Auch die kulturelle Einbettung und die HR-Verankerung fließen laut der Studie in die Bewertung ein. Das Modell unterteilt die Teilnehmer anhand von 15 Kriterien in drei spezifische Typen. Der Reifegrad 1 steht für ein fokussiert-vernetztes System mit hoher kultureller Verankerung. Unternehmen im Reifegrad 2 agieren nach Angaben der Autoren eher fragmentarisch und pragmatisch. Der Reifegrad 3 beschreibt ein rudimentäres Management, das nur punktuell oder reaktiv stattfindet. Laut der Untersuchung lassen sich rund 25% der Renditevarianz durch dieses Modell erklären.
Wirtschaftliche Performance hängt von Reife ab
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der Zusammenhang zwischen Reifegrad und wirtschaftlichem Erfolg. Unternehmen mit hohem Reifegrad weisen laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH überdurchschnittliche EBIT-Margen auf. In dieser Gruppe gehören 20% der Betriebe sowohl 2019 als auch 2024 zur obersten Renditeklasse. Diese Firmen erzielen laut der Erhebung eine EBIT-Marge von mindestens 11%. Im Gegensatz dazu steigt in der Gruppe mit rudimentärem Management der Anteil der renditeschwachen Betriebe. Nach Angaben der Studie wuchs der Anteil der Firmen mit weniger als 2% Rendite dort massiv an. Zwischen 2019 und 2024 stieg dieser Wert im Reifegrad 3 von 12% auf 33%. Top-Renditen sinken in dieser Kategorie laut der Untersuchung gleichzeitig von 14% auf 9%. Ein professionelles strategisches Management wirkt laut den Autoren somit stabilisierend in volatilen Umfeldern.
Frühaufklärung als entscheidender Erfolgsfaktor
Die stärkste Korrelation zur wirtschaftlichen Performance besteht laut der Analyse bei der strategischen Frühaufklärung. Der Korrelationswert liegt hier bei beachtlichen r=0,89. Unternehmen, die systematisch externe Signale beobachten und interpretieren, reagieren laut der Studie schneller. Sie stellen nach Angaben der Experten oft früher die notwendigen strategischen Weichen. Trotz dieser Bedeutung sind solche Systeme in der Breite kaum etabliert. Nur 12% der Befragten verfügen laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH über eine klar verankerte Frühaufklärung. Das Gros der Betriebe verlässt sich nach Einschätzung der Autoren auf intuitive Ad-hoc-Analysen. Dies wird in Zeiten disruptiver Veränderungen als riskante Strategie bewertet. Die Untersuchung identifiziert die Frühaufklärung als robusten und kreativen Treiber für Führung.
Strategieverständnis sinkt entlang der Hierarchie
Die Studie offenbart eine deutliche Abnahme der Strategieakzeptanz über die Hierarchieebenen hinweg. Während 64% der Geschäftsführungen klare Definitionen vorweisen, sieht es bei den Mitarbeitern anders aus. Laut der Erhebung verstehen nur in jedem zehnten Unternehmen die Mitarbeitenden die verfolgte Strategie. Bei den Führungskräften tragen nach Angaben der Studie immerhin die Hälfte die Inhalte mit. Diese Lücke gefährdet laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH die Umsetzung der Vorhaben nachhaltig. Strukturelle Hürden verstärken dieses Problem laut der Untersuchung zusätzlich. In 77% der Betriebe verdrängt das Tagesgeschäft regelmäßig strategische Initiativen. Unzureichende Priorisierung und fehlende Ressourcen werden von 45% beziehungsweise 39% als Barrieren genannt. Auch das Fehlen eines Alleinstellungsmerkmals behindert laut der Studie 35% der Firmen.
Beharrungsmuster prägen die Marktorientierung
Inhaltlich zeigen viele Familienunternehmen laut der Untersuchung starke Beharrungsmuster. Ganze 83% setzen laut der Erhebung auf wachstumsorientierte Strategien im bestehenden Kerngeschäft. Diese verfolgen nach Angaben der Autoren das Prinzip vom Gleichen mehr. Diversifikationsstrategien werden von 68% der Betriebe genutzt, um Risiken im Kerngeschäft zu begegnen. Die Verteidigung bestehender Wettbewerbsvorteile steht laut der Studie bei 47% im Fokus. Zukunftsgerichtete Stoßrichtungen wie die Innovationsführerschaft sind mit 45% unterrepräsentiert. Besonders auffällig ist laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH das geringe Interesse an Disruption. Nur 3% bis 5% der Firmen hinterfragen laut der Studie ihr heutiges Geschäftsmodell systematisch. Viele Betriebe betreiben Planung primär als Verlängerung der Vergangenheit.
Kulturelle Voraussetzungen oft unzureichend
Die erfolgreiche Strategieumsetzung wird laut der Studie oft durch kulturelle Mängel gebremst. Bei 34% der Unternehmen dominieren laut der Erhebung Vorbehalte gegen Neues. In 31% der Betriebe fehlen nach Angaben der Autoren systematische Feedbackprozesse. Eine positive Fehlerkultur vermissen laut der Untersuchung 27% der befragten Firmen. Diese Aspekte sind laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH jedoch zentral für die Anpassungsfähigkeit. Auch im Personalbereich besteht laut der Studie erheblicher Entwicklungsbedarf. Lediglich 15% der Betriebe prüfen laut der Erhebung die strategische Passung ihrer Führungskräfte. Qualitative Personalplanung auf Basis von Szenarien betreiben laut der Studie nur 10%. Strategisches Management bleibt somit oft ein reines Top-Management-Thema. Es fehlt laut der Untersuchung die systemische Verankerung in den Strukturen.
Rolle der Gesellschafter und Governance
Bei 69% der befragten Unternehmen partizipieren die Gesellschafter aktiv an Entscheidungen. Dies geschieht laut der Studie primär über die Gesellschafterversammlung. Dennoch fehlt es laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH oft an klaren strategischen Leitplanken. Nur 30% der Gesellschafter bestimmen laut der Erhebung eindeutig die Geschäftsfelder. Mindestanforderungen an Rendite und Gewinn werden laut der Studie von 26% vorgegeben. Die grundsätzliche Risikobereitschaft legen nach Angaben der Autoren lediglich 19% fest. Eine intensive Abstimmung mit der Nachfolgegeneration findet laut der Untersuchung bei 23% statt. Für fast die Hälfte der Betriebe hat diese Synchronisation jedoch geringe Relevanz. Solche Lücken bergen laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH erhebliche Risiken in Krisenzeiten. Eine verlässliche strategische Governance ist laut der Studie zwingend erforderlich.
KI als Verstärker strategischer Führung
Künstliche Intelligenz eröffnet laut der Untersuchung neue Potenziale für das Management. Strategische Arbeit kann dadurch effizienter und reaktionsschneller gestaltet werden. Ein zentrales Feld liegt laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH im strategischen Controlling. KI kann laut der Studie große Datenmengen in Echtzeit analysieren und Abweichungen erkennen. Auch die rollierende Planung profitiert laut der Autoren massiv von Prognosemodellen. Unter unsicheren Bedingungen gewinnt diese Anpassungsfähigkeit laut der Studie an Wert. KI-gestützte Tools helfen zudem bei der Ableitung von Teilzielen für Führungskräfte. Intelligente Algorithmen erkennen laut der Untersuchung Risiken und Trends frühzeitig. KI ersetzt laut den Experten nicht die Führung, verstärkt aber deren Wirksamkeit. Sie bietet Unternehmen laut Dr. Wieselhuber & Partner GmbH einen Vorsprung in komplexen Märkten.





