Die Ketteler Krankenhaus gemeinnützige GmbH ist saniert. Alle Gläubigergruppen stimmten dem vorgelegten Insolvenzplan im Erörterungs- und Abstimmungstermin zu. Damit sichern die Experten den Fortbestand der Klinik. Die Arbeitsplätze der über 900 Mitarbeiter bleiben erhalten. Auch die medizinische Versorgung im Raum Frankfurt und Offenbach wird weiterhin gewährleistet. Das Verfahren in Eigenverwaltung kann nach der Bestätigung durch das Amtsgericht zeitnah aufgehoben werden. Das Krankenhaus leitete im Herbst 2025 ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung ein. Ziel der Maßnahme war die nachhaltige Stabilisierung der wirtschaftlichen Basis. Nach Angaben der Pluta Rechtsanwalts GmbH unterstützten die Sanierungsexperten Philip Konen und Dr. Christian Kaufmann die Geschäftsführung als Generalhandlungsbevollmächtigte. Zum Team gehören zudem die Rechtsanwälte Philipp Meyer, Sebastian Weyland und Alexander Bortfeldt. Auch Sven Arnstadt, der Diplom-Betriebswirt Ludwig Stern sowie die Wirtschaftsjuristin Celine Plaschke wirkten an der Lösung mit. Als Sanierungsgeschäftsführer war der Branchenexperte Dietmar Eine aktiv. Der Betrieb des Krankenhauses lief seit der Antragstellung uneingeschränkt weiter. Die Behandlungen und die Versorgung der Patienten waren stets sichergestellt.
Grundlage für Trägerwechsel
Die Insolvenzplanlösung ermöglicht die Entschuldung der Gesellschaft. Sie bildet laut dem Unternehmen die Grundlage für die Übernahme der Trägerschaft. Der Deutscher Roten Kreuz Kreisverband Offenbach e.V. übernimmt künftig die Trägerschaft der Klinik. Der Übergang erfolgt direkt nach der Aufhebung des Verfahrens. Das Krankenhaus bleibt auch in Zukunft gemeinnützig tätig. Rund vier Wochen nach der Rechtskraft des Plans wird eine erste Abschlagsquote ausgezahlt. Diese Quote an die Gläubiger beträgt voraussichtlich rund 8,7%. „Die Zustimmung aller Gläubigergruppen zeigt, dass wir eine tragfähige und ausgewogene Lösung erarbeitet haben“, erklärt Philip Konen. Damit sei der Weg frei für die nachhaltige Fortführung des Krankenhauses. Dr. Christian Kaufmann ergänzt: „Die konstruktive und zügige Zusammenarbeit aller Beteiligten hat dieses Ergebnis ermöglicht.“ Auch Sachwalter Dr. Lason Gutsche begrüßt die Entscheidung im Termin. „Mit der einstimmigen Zustimmung der Gläubiger ist eine Lösung gelungen, die den Fortbestand des Krankenhauses langfristig sichert und zugleich die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger ermöglicht“, sagt Lason Gutsche.







