Stimmung im Mittelstand hellt sich weiter auf

Geschäftsklima verbessert sich zum sechsten Mal in Folge – Beschäftigungserwartungen bleiben verhalten

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Die Stimmung im deutschen Mittelstand hat sich im Oktober zum sechsten Mal in Folge verbessert. Das zeigt das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer. Trotz der anhaltenden Konjunkturrisiken blicken die Unternehmen etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Bei den Beschäftigungsaussichten zeichnet sich allerdings noch keine nachhaltige Trendwende ab.

Der Geschäftsklimaindex für den Mittelstand legte im Oktober um 0,5 Zähler auf minus 7,8 Punkte zu. Damit liegt er zwar weiterhin unter der Nulllinie, die den langfristigen Durchschnitt markiert. Die erneute Verbesserung fügt sich jedoch in eine Reihe positiver Stimmungs- und Frühindikatoren der vergangenen Monate ein. Die mittelständischen Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate besser als noch im September.

Konjunkturaufschwung trotz geopolitischer Risiken

„Die Öl- und Gaspreise sind zuletzt wieder stark gestiegen, und eine Lösung für den Konflikt zwischen den USA und Iran ist nicht in Sicht. Die weitere Stimmungsaufhellung in den Unternehmen ist vor diesem Hintergrund besonders positiv zu bewerten“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Als wesentliche Impulse für die weitere wirtschaftliche Erholung sieht Schumacher die staatlichen Fiskalmaßnahmen sowie die steigende Nachfrage nach deutschen Vorleistungsgütern für den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur. „Der fiskalpolitische Schub sowie die Nachfrage nach deutschen Vorleistungsgütern für den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur dürften den Aufschwung weitertragen. Allerdings bleiben die Entwicklungen am Golf ein Risiko für die Konjunktur.“

Großunternehmen blicken optimistischer in die Zukunft

Auch bei den Großunternehmen hat sich das Geschäftsklima im Oktober aufgehellt. Der entsprechende Index stieg von minus 13,2 Punkten im September auf minus 9,7 Punkte. Anders als im Mittelstand bewerteten die Großunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage allerdings etwas schlechter als im Vormonat. Deutlich verbessert haben sich dagegen ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate.

Beschäftigungserwartungen bleiben gedämpft

Weniger erfreulich entwickelten sich die Beschäftigungsaussichten. Sowohl im Mittelstand als auch bei den Großunternehmen gingen die Beschäftigungserwartungen im Oktober zurück. Immerhin liegen sie weiterhin deutlich über dem Niveau des Frühsommers.

Damit zeigt sich ein gemischtes Bild: Während sich die Geschäftserwartungen zunehmend aufhellen, bleibt die Bereitschaft der Unternehmen, zusätzliches Personal einzustellen, verhalten. Die konjunkturelle Zuversicht schlägt sich bislang also noch nicht in einer entsprechenden Beschäftigungsdynamik nieder.

Für das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer werden monatlich mehr als 9.500 Unternehmen aus allen relevanten Wirtschaftsbereichen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen befragt. Die Ergebnisse werden nach Unternehmensgrößen differenziert ausgewertet.

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Eva Rathgeber ist Chefredakteurin der Unternehmeredition und verfügt über langjährige Erfahrung in Journalismus, PR und Unternehmenskommunikation. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Investitionen, Private Equity, M&A, Nachfolge, Digitalisierung und Innovation.

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