Der Private-Equity-Investor EOS Partners hat die Mehrheit an der Frankfurter Datenraum-Plattform Drooms übernommen. Mit der Transaktion steigt ein wachstumsorientierter Finanzinvestor bei einem der führenden europäischen Anbieter virtueller Datenräume ein. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Fokus auf internationales Wachstum und KI-gestützte Automatisierung
Nach Angaben der Beteiligten soll die Partnerschaft die nächste Wachstumsphase von Drooms unterstützen. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt entwickelt Softwarelösungen für die Vorbereitung und Durchführung von Transaktionen und stellt virtuelle Datenraum-Infrastrukturen für Kunden aus den Bereichen Immobilien, Unternehmensfinanzierung, Recht und Energie bereit. Mehr als 40.000 Kunden nutzen die Plattform. Gemeinsam mit EOS Partners will das Unternehmen seine internationale Expansion beschleunigen und den Einsatz von KI-gestützten Automatisierungslösungen entlang des gesamten Transaktionsprozesses weiter ausbauen.
Alexandre Grellier, Mitgründer und CEO von Drooms, bleibt dem Unternehmen erhalten und wird die Gesellschaft weiterhin führen. Mitgründer Jan Hoffmeister scheidet hingegen im Zuge der Transaktion nach 25 Jahren aus dem Unternehmen aus. Auch die bisher beteiligte J.F. Müller & Sohn AG zieht sich aus dem Gesellschafterkreis zurück.
Europäische Technologieunternehmen im Fokus
EOS Partners mit Sitz in München investiert in mittelständische Wachstumsunternehmen aus den Bereichen Software, technologiegestützte Dienstleistungen, Industrial Tech und Healthcare. Nach eigenen Angaben verwaltet die Gesellschaft rund 500 Mio. Euro und verfolgt einen langfristigen Investmentansatz mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum sowie ausgewählte europäische Märkte.
Für Drooms markiert der Einstieg des Investors einen weiteren Schritt in der Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen konnte nach eigenen Angaben in den Jahren 2024 und 2025 Rekordumsätze und Rekordergebnisse erzielen. Für 2025 wurde ein Wachstum von rund 20 Prozent berichtet. Künftig soll die Position als europäische Plattform für digitale Transaktionsprozesse weiter ausgebaut werden.
Die Akquisition wurde durch eine Finanzierung von Apera Asset Management unterstützt. Der paneuropäische Private-Debt-Investor trat als Kreditgeber auf. Bei der Finanzierung wurde Apera Asset Management von McDermott Will & Schulte rechtlich beraten. Die Federführung lag bei Ludwig Zesch. Weitere Details zur Finanzierungsstruktur wurden nicht veröffentlicht.







