DAX 8.000 – Wie geht es weiter?


Der Bulle

Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse, Baader Bank AG

Die handwerklichen Schnitzer der Politik bei der Lösung der Euro-Krise, siehe Zypern, erschweren es zunächst, an steigende deutsche Aktienkurse zu glauben. Unterzuckerungen an den Euro-Finanzmärkten, eine Euro-Krise 2.0, wird aber erstens die EZB mit einer beispiellosen Liquiditätsschwemme verhindern. Geldpolitische Zuckerräusche sind ohnehin die entscheidenden Aktientreiber. Zweitens deuten die Fundamentaldaten auf eine weltweite Konjunkturstabilisierung ab Mitte 2013 hin, wovon industrie- bzw. exportsensitive deutsche Aktien traditionell profitieren. Und drittens stellen sich die Anlageklassen Geldvermögen und Staatsanleihen nach Inflation und Zinsabschlagsteuer als Draufzahlgeschäfte dar, was alternativ den Anlagedruck auch zugunsten dividendenstarker Aktien weiter erhöht. Historisch hat es schon weniger Gründe für steigende Aktien gegeben.