Seit Jahren greifen Anleger nach Aktien renommierter Weltkonzerne. Regelmäßig erhöhen sie ihren Cashflow und die Dividende. Die Aktienkurse legen kräftig zu. Ein Investment – auch für Unternehmer.

Investieren in Ewigkeitsaktien. Das hört sich zunächst einmal nur gut an, ist aber auch erfolgreich: Viele Weltkonzerne mit bekannten Marken legten in der Vergangenheit eine deutlich bessere Performance hin als der Gesamtmarkt. Zu den großen Fans dieser Anlagestrategie zählt Burkhard Wagner von Partners Vermögensmanagement in München. In seiner Analyse stellt er die einfache Fragen: Welche Produkte bestimmen heute unseren Alltag? Sind ewige Aktien die besseren Anleihen? Beispiel Coca-Cola: Seit vielen Jahrzehnten steigen regelmäßig Umsatz, Gewinn, freier Cashflow und Dividende. Seit Anfang 2009 verdoppelte sich der Aktienkurs des Brauseriesen. Zudem zählt für Wagner der Ausspruch „The brand is your friend“, was er wie folgt erklärt: „Aktien renommierter Marken sind seit Jahren gefragt. Nestlé, BMW, McDonald’s und Unilever gehören zu den internationalen Top-Aktien. In den hart umkämpften Märkten ist eine starke Marke sehr hilfreich. Vor allem in den kräftig wachsenden Regionen Asien, Lateinamerika und Osteuropa zeigt sich, dass dortige Konsumenten ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen und auf die gleichen Produkte reagieren wie die Konsumenten der Industriestaaten.“ Wagner weiter: „Unternehmen wie die genannten haben augenscheinlich ein perfektes Produkt.“


Absichern nicht vergessen

Das weiß auch Robert Beer von der gleichnamigen Vermögensverwaltung aus Weiden. Beer ist eigentlich Bauingenieur und gründete sein Unternehmen vor mehr als 20 Jahren, nachdem er sich Gedanken über gutes und richtiges Risikomanagement gemacht hatte. Auch Beer ist ein Kind des Aktienmarktes und folglich Manager eines Aktienfonds, des LuxTopic Aktien Europa.

„Wir investieren in europäische Weltkonzerne. Diese passen sich schnell an die weltweiten Bedürfnisse an“, erklärt Beer sein Vorgehen. „So spielen sie bereits seit Langem Themen wie den demografischen Wandel, sind in Emerging Markets gut positioniert. Das war die Grundlage für die Entscheidung, den Euro Stoxx 50 als Ausgangsbasis für den LuxTopic Aktien Europa zugrunde zu legen. Die Ertragskraft dieser 50 Unternehmen lieferte den Anlegern in den vergangenen 20 Jahren knapp 9% Rendite pro Jahr.“

Beer investiert aber nicht nur in Aktien, sondern baut auch ein ausgeklügeltes Absicherungssystem in seine Fonds sein, die damit die ganz großen Rückschläge vermeiden. Die Leidensfähigkeit vieler Investoren, auch bei Unternehmern, ist ihm schleierhaft: „Als Unternehmer kann ich nicht einfach nur an die Aktienanlage denken, denn diese ist volatil und spiegelt Übertreibungen sowohl positiv als auch negativ wider.“

Fazit
Selbst in der momentan etwas überhitzten Marktphase hat es Sinn, in Aktien zu investieren. Vor allem in die Konzerne, die bereits lange am Markt bestehen, ein solides Geschäftsmodell und eine starke Marke haben. Allerdings sollten Investoren jedoch auch immer beachten, dass es zu empfindlichen Rückschlägen an der Börse kommen kann. Und für diesen Fall kann Aussitzen manchmal die falsche Strategie sein. Dafür sollten Anleger gerüstet sein und sich gegen fallende Kurse absichern.

Von Tobias M. Karow und Tobias Schorr